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Presse / NachrichtenKolumne in dem Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn"
Artikel im "Gemeindeblatt Hohenbrunn"
Die vollständige Liste der Artikel im Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn" und im "Gemeindeblatt Hohenbrunn" erhalten Sie hier.
Jahresberichte des Helferkreises Asyl
Weitere Information erhalten Sie von unserem Team Öffentlichkeitsarbeit (E-Mail: presse@helferkreis-asyl.com ).
Übersicht der folgenden Beiträge
2025
2024
bis 2023
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2025)
Kochen in Gemeinschaft - Essen über’n TellerrandPersönliche Begegnungen im kleinen Kreis fördern Integration und interkulturellen Austausch – nach diesem Motto lädt der Helferkreis alle zwei Monate zum gemeinsamen Kochen in die Kaiserstiftung ein
Am Samstagnachmittag trifft sich das Koch-Team um 16 Uhr mit den angemeldeten Hobbyköchinnen und -köchen; bis zu zehn Personen können gemeinsam kochen. Nach einer Kennenlern-Runde werden die oft besonderen Zutaten und die geplanten Rezepte vorgestellt. Dann wird geschält, geschnipselt, gewogen, gerührt, gekocht, gebacken … gelacht, gestikuliert, gedolmetscht und erzählt, vom Geschmack der Heimat, von den Düften der Kindheit. An Herd und Backofen wird es warm, intensive Gerüche ziehen durch den Raum. Die Veranstalterin erinnert: „In einer halben Stunde kommen die Gäste …“ Am schwarzen Brett stehen die Gerichte angeschrieben, die Tische werden liebevoll gedeckt. Um 19 Uhr kommen weitere Gäste zum Essen dazu. Das Koch-Team stellt den Gästen an der großen Theke die Speisen vor. In bunt gemischten kleinen Tischgruppen werden die Gerichte genossen. Essen und die Zubereitung sind ein guter Einstieg ins Gespräch. „In Gemeinschaft schmeckt es einfach besser“, so eine Teilnehmerin. Im Januar steht die chinesische Küche im Fokus. Die Termine erscheinen im Monatsprogramm der Kaiserstiftung; dort erfolgt auch die Anmeldung zum Kochen bzw. zum Essen. Möchten Sie ein Essen mit Gerichten Ihrer Heimat gemeinsam mit anderen Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern – von Jugendlichen bis Senioren – kochen? Dann melden Sie sich bei uns, Dany Graser und Heidi Maurer, Mail: info@helferkreis-asyl.com oder direkt in der Kaiserstiftung. Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", Dezember 2025, Seite 52)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2025)
Schwimmen lernen – Sicherheit schenkenViele Kinder in Deutschland können nicht sicher schwimmen – das belegen die aktuellen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des DLRG aus dem Sommer. Besonders betroffen sind Kinder aus geflüchteten Familien. Sprachbarrieren und finanzielle Hürden erschweren den Zugang zu Schwimmkursen und Schwimmbadbesuchen.
Im neuen Schuljahr werden weitere Kurse angeboten, für jüngere Schulkinder, für größere Mädchen und für erneut für Mütter. Ziel ist es, am Ende das Seepferdchen-Abzeichen zu erreichen. Schwimmen bedeutet nicht nur Sicherheit, sondern auch Teilhabe. Wer schwimmen kann, ist nicht nur im Freibad dabei, sondern auch ein Stück freier in der neuen Heimat. Für uns ist es ein Herzensprojekt: Es schützt Leben, und stärkt Gemeinschaft, Vertrauen und Integration. Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", November 2025, Seite 50)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2025)
Junge Frau startet durchViele Kinder in Deutschland können nicht sicher schwimmen – das belegen die aktuellen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des DLRG aus dem Sommer. Besonders betroffen sind Kinder aus geflüchteten Familien. Sprachbarrieren und finanzielle Hürden erschweren den Zugang zu Schwimmkursen und Schwimmbadbesuchen.
Die Eltern, beide syrisch-orthodoxe Christen, stammen aus dem Irak. Zunächst kam 2012 der Vater in die damalige Flüchtlingsunterkunft in der Josef-Seliger-Siedlung; die Mutter folgte im Jahr 2014 mit drei Kindern im Rahmen des Familiennachzugs. Maryam hat in der Schule schnell Deutsch gelernt. Auch in Mathematik hat sie mit Hilfe ihrer Nachhilfelehrerin Monika Löser vom Helferkreis bestehen können. Während der Corona-Pandemie bewarb sie sich um eine Ausbildung in der Ayinger Gemeindeverwaltung. Seit ihrem erfolgreichem Abschluss arbeitet sie dort im Einwohnermeldeamt. Trotz der vielen Gesetze und Verordnungen findet Maryam ihren Beruf interessant und abwechslungsreich. Da sie seit Jahren alle Anträge für die Familie ausfüllt, beantragte sie für sich und ihren ein Jahr jüngeren Bruder auch die deutsche Staatsbürgerschaft, die beide seit 2024 besitzen. Sie sagt: »Ich bin nicht in Deutschland geboren, aber ich bin hier aufgewachsen und habe schließlich einen Job im öffentlichen Dienst bekommen. Das macht mich glücklich! Claudia Bernardoni Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn / MO (Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 11/2025, Seite 20)
Café International des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juli 2025)
Entspanntes Kennenlernen2016 startete der Helferkreises Ottobrunn/Hohenbrunn das Projekt Café International mit dem Ziel, einen regelmäßigen Treffpunkt für Flüchtlinge, Migranten und Einheimische zu schaffen und wurde bald ein Erfolg. Nicht nur Flüchtlinge aus vielen Nationen und Mitglieder des Helferkreises kamen, sondern auch Neugierige, Nachbarn und manchmal Bürgermeister Loderer. Ulla Wolf, damals Pfarrgemeinderätin der Michaelskirche, erhielt von Dekan Steinbaur die Erlaubnis, die Räumlichkeiten im Evangelischen Jugendzentrum (EJO) einmal im Monat am Samstagnachmittag für das Treffen zu nutzen. Jahrelang betreute sie das Café. Heute hat Stefanie Marrero, integrationsbeauftragte der Gemeinde Ottobrunn, die Verantwortung übernommen.
Die Freiwilligen aus dem Helferkreis kommen gerne, um sich mit ihren Schützlingen zu treffen oder auch, um bisher unbekannte Flüchtlingsfamilien kennen zu lernen. Erfreulicher Weise hat sich das Café International auch zu einem beliebten Ort für Migranten zum Kontakt mit ihnen unbekannten Landsleuten und zum Kennenlernen von Flüchtlingen entwickelt. 2025 zählten die Organisatoren in der Regel 40 bis 50 Gäste. Helga Keiner, Mitglied im Helferkreis, erzählt: „Die Mitarbeit im Café International ist seit vorigem Jahr im Ruhestand eine ideale Aufgabe für mich. Das Schöne sind die ungezwungenen Treffen ohne vorgegebenes Ziel. In den Gesprächen lernen die Flüchtlinge und Migranten Alltagsdeutsch und viel über unsere Lebensweise. Frauen mit kleinen Kindern werden durch die Spiele der Kinder ins Gespräch gezogen und geben einander Tipps. Einmal wurden mit Hilfe eines bulgarischen Innenarchitekten der Kauf einer Küche bei IKEA und die Details der Einrichtung einer Mietwohnung geplant. Das Café International ist eine runde Sache und etwas Leichtes für die Freizeit.“ Eid Rezaie, Diplom-Bauingenieur aus Afghanistan, half seit 2024 während seines Studiums an der Bundeswehruniversität in Neubiberg beim Aufbau im Café. Er sagt: „Das Café ist sehr wichtig für Flüchtlinge wie für Migranten, die Gespräche fördern die Integration in die deutsche Gesellschaft und sind eine Hilfe, wenn man als Ausländer wegen der Kulturunterschiede in Verwirrung gerät. Ich habe persönlich davon profitiert, dass ich Menschen aus vielen Nationen kennen lernen konnte. Und es freut mich, dass Deutsche sich für die Kultur anderer Länder interessieren. Ich habe viele Fragen zu politischen Lage in Afghanistan, zur Geschichte und zur Kultur der verschiedenen Volksgruppen beantwortet.“ Das Treffen finden einmal im Monat samstags von 15:00 bis 17:00 Uhr im Haus der EJO, Gartenstraße 1 in Ottobrunn statt (weitere Termine, s. unter: "Aktuelles" Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (siehe auch: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 09/2025, Seite 13)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juli 2025)
"Ukrainisches Frühlingsfest im Stephani Haus am 18. Mai"
Die farbenfrohen Kreuzstichmuster auf den Blusen der Frauen und Mädchen sowie der Tischschmuck in den Farben der Ukraine sorgten für ein lebendiges und buntes Bild. Dank ihrer inzwischen guten Deutschkenntnisse konnten die Gäste freundlich empfangen und gut informiert werden. Gestärkt mit Kaffee, Tee und einer großen Auswahl an süßen sowie herzhaften Gebäcken, genossen die Besucher die traditionellen Frühlingslieder und Tänze, die von den Chören „Tschar“; „Zillya“, „Weselka“ und „Mandryky“ dargeboten wurden. An Plakatwänden und einem Bücher-Tisch konnten sich Interessierte zudem über kulturelle Höhepunkte der Ukraine informieren. In einem Workshop probierten Mutige die fröhlichen Kreistänze aus. Das schöne Wetter, das sich im Laufe des Nachmittags immer mehr zeigte, ermöglichte es, die Bastel-Workshops für die Kinder draußen im geräumigen Kirchhof anzubieten. Die Gäste erlebten einen kommunikativen Nachmittag in entspannter Atmosphäre. „Wir freuen uns schon darauf, am 12.10. unsere Musik, Lieder und Tänze im Wolf-Ferrari-Haus aufführen zu dürfen“ so Liudmyla Gryshko, die Organisatorin des Herbstkonzertes. Heidi Maurer (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) (siehe auch: "Mein Ottobrunn", Juli 2025, Seite 13
![]() Pfarrei St. Stephanus Hohenbrunn (Juli 2025)
"Gemeinsam Brücken bauen und Chancen schaffen."Der Deutsch Konversations-Treff feiert 1-jähriges Bestehen. Weil miteinander reden, der erste Schritt zum Verstehen ist, starteten wir vor einem Jahr im Stepanihaus mit unserem offenen Konversations-Treff. Getragen wird das Projekt von einer Gruppe Ehrenamtliche unter der Schirmherrschaft der Pfarrgemeinde St. Stepnanus / Eine Welt Kreis und mit Unterstützung des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn. Eine Idee, die viele Menschen in Ottobrunn und Hohenbrunn verbindet. Anfangs gab es Zweifel: Wird das Angebot angenommen? Kommen genügend Interessierte? Finden wir Ehrenamtliche. die mitmachen? Heute. ein Jahr später, Können wir sagen: Aus einer Idee wurde eine Erfolgsgeschichte. Unser Treff ist zu einen lebendigen Ort des Austausches geworden. Jeden Montag um 17 Uhr üben wir in kleinen Gruppen die deutsche Sprache. Begleitet von Muttersprachlern entsteht eine Atmosphäre voller Freude, Mut und Gemeinschaft. Dieses Projekt zeigt: Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Sie öffnet Türen, schafft Vertrauen und verbindet Menschen auf Augenhöhe. Wir möchten Menschen stärken. Mut machen. Perspektiven eröffnen und Wege ebnen - ob im Alltag, in der Arbeitswelt oder im sozialen Miteinander. Viele Teilnehmende berichten, wie wichtig dieser Treff für Sie geworden ist und es für Sie ein Ort der Hoffnung und der Verständigung ist. Dafür brauchen wir weiterhin Menschen, die sich engagieren und mithelfen. Brücken zu bauen. Denn Sprache verbindet, schafft Wissen und birgt Chancen. Es ist unglaublich schön zu sehen, wie schnell und mit wie viel Freude alle dabei sind. Menschen auf Ihrem herausfordernden Weg zu begleiten ist ein Geschenk", sagt Gabi Meßmer, die das Projekt ins Leben gerufen hat und es organisiert. Wer jetzt mehr wissen möchte, findet alles unter der nachfolgenden Webseite: Pfarrgemeinde St. Stepnanus / Eine Welt Kreis Quelle:"Gemeindeblatt Hohenbrunn", Juli 2025, Seite 60
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2025)
Deutsch und Integration für Migranten und FlüchtlingeVortrag zum zehnjährigen Bestehen des Fachbereichs Deutsch und Integration der vhs SüdOst im Landkreis München am 26.06.2025
Ich möchte Ihnen eine kurze Einführung in die rechtlichen und humanitären Grundlagen für den Unterricht in Deutsch und Integration geben. Ich fange mit der Einteilung von Ausländern in verschiedene Kategorien an und fahre mit den Voraussetzungen für Integration und Integrationskurse fort und komme zum Schluss. Deutschland ist ein Eiwanderungsland und Migration ist nichts Außergewöhnliches, sondern seit Jahrtausenden eine Normalität der Menschheitsgeschichte. Migranten kommen aus den unterschiedlichsten Gründen: Sie wollen in Deutschland studieren, sie wollen hier arbeiten, sie heiraten Deutsche oder kommen mit Familiennachzug zu einem hier lebenden Partner oder einer Partnerin. Andere Migranten mussten aus ihren Herkunftsländern vor Verfolgung, Krieg und Gewalt fliehen. Vereinfacht spricht man von Erwerbsmigration und Fluchtmigration. Menschen sind jedoch keine Kategorien, sondern beweglich und entwicklungsfähig: Migranten können Asylsuchende werden, z.B. wenn Touristen hier bleiben, nachdem ihr Visum abgelaufen ist. Und Flüchtlinge werden ausländische Arbeitnehmer*innen, wenn sie den Spurwechsel schaffen. Gut so, Deutschland braucht Arbeitskräfte, nicht nur Pflegehelferinnen auch Busfahrer. Aber die erste Frage ist: Wie kommt man ins Land hinein? Migranten besitzen in der Regel ein Visum und passieren die Grenze regulär. Geflüchtete nicht. Denn vor der Flucht schnell noch ein Visum in dem Staat, in dem man verfolgt wurde, zu beantragen, würde nicht einmal Markus Söder oder Joachim Herrmann gelingen. Verfolgte aufzunehmen ist jedoch ein Gebot der Menschenrechte, das zu kippen, unsere Demokratie ernsthaft in Frage stellen würde. Das Europäische Asylrecht schreibt vor, dass Asylsuchende an den EU-Außengrenzen einen Asylantrag stellen. Da eine gerechte europäische Verteilung der Asylsuchenden bekanntlich nicht funktioniert, kommt es zur sogenannten irregulären Einreise. Und damit beginnen die Probleme bei der Integration: Jahrelange Asylverfahren und die Unsicherheit, ob am Ende wirklich eine Aufenthaltserlaubnis oder derjenige das Land doch verlassen muss, bleibt danach noch bestehen. Das ist nur für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine anders, weil sie aufgrund einer EU-Sonderregelung sofort eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, die neuerdings bis 2027 gilt. Für alle Migranten heißt es: Integration ist eine anspruchsvolle Aufgabe und eine schwierige Zeit im individuellen Leben. In einem anderen, völlig fremden Land fühlt man sich wie ein kulturelles Kind, das Orientierung sucht und Hilfe braucht, während der Erwachsene aus der früheren Heimat sich hinter dem Kind verstecken muss. Flüchtlinge haben zusätzliche Päckchen, manchmal Lasten zu tragen: Die Angst abgeschoben zu werden, die auch die Anerkannten weiter haben, Traumata aufgrund von erfahrener Gewalt und von Krieg sowie für Asylsuchende schwer verständliche Kulturunterschiede. Wenn einer vier Kinder hat, seine eigenen Felder bestellt hat und in der Dorfgemeinschaft angesehen war, wird ihm der VHS-Slogan: Lebenslang lernen wie eine ausgeklügelte Foltermethode erscheinen. Aber am Ende bemühen sich eigentlich alle, die Anforderungen der Integration zu erfüllen. Das ist die Ausgangssituation, mit der die Dozenten für Deutsch und Integration an der VHS konfrontiert sind, wenn sie Migranten und besonders Flüchtlinge unterrichten. Sie übernehmen damit eine grundlegende und die anfangs wichtigste Integrationsaufgabe überhaupt. Denn die deutsche Sprache ist bekanntlich die Basis jeder Art von Integration, ob es die lebenspraktische oder die berufliche ist, die Teilhabe am Gesellschaftsleben oder die Kenntnis der Institutionen und das Einverständnis mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. 2005 wurden bundesweit staatlich finanzierte Integrationskurse vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eingeführt. Ein großer Fortschritt. Aber wer durfte daran teilnehmen? Allein Flüchtlinge, die seit 18 Monaten eine Aufenthaltserlaubnis mit einem Jahr Gültigkeit besaßen, erhielten einen kostenlosen Platz. Noch 2012 bis 2014, in den ersten Jahren der Tätigkeit des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn, gab es keine Kurse für Geflüchtete, die sich noch im Asylverfahren befanden oder abgelehnt worden waren (sog. Geduldete). Viele waren auf besondere Angebote angewiesen. Zum Beispiel richtete die Volkshochschule SüdOst gegen Spendengelder des Helferkreises kostenfreie Anfängerkurse ein und stellte freie Plätze in bestehenden Kursen gratis zur Verfügung. Auch Kursleiter der vhs engagierten sich ehrenamtlich und führten kostenfreie Kurs auf mehreren Niveaus durch. Zusätzlich, unter Umständen jedoch als einzige Möglichkeit, Deutsch zu lernen, erhielten Geflüchtete ehrenamtlichen Unterricht durch die Lernpaten der Helferkreise. Ab 2015 sprang der Landkreis München unter Landrat Göbel auf Vorschlag der vhs Südost und besondere Initiative der damaligen Leiterin des Fachbereichs Bereichs Deutsch und Integration Elisabeth Stein in die Bresche. Der Landkreis finanzierte Alphabetisierungskurse, Kurse auf mehreren Niveaus und Einzelplätze, ab 2018 auch für Geduldete. Es dauerte bis 2023, bis es staatliche Integrationskurse für alle gab. 2025 stehen die Integrationskurse jedoch nicht mehr allen offen. Deutsch in Wort und Schrift stellt vom Alphabetisierungskurs über den Anfängerkurs auf jedem Sprachniveau eine Eintrittskarte in die deutsche Gesellschaft dar. Niveau A 2 berechtigt zu einer Aufenthaltserlaubnis für gut integrierte Geduldete und reicht für ungelernte Arbeit. Niveau B 1 (Ausreichende Sprachkenntnisse nach § 2 Absatz 11 AufenthG) genügt neben anderen Voraussetzungen für ein dauerhaftes Bleiberecht und sogar für die Einbürgerung und außerdem für bestimmte Ausbildungen, z.B. zu Pflegehelfer*innen. B 2 brauchen Migranten und Flüchtlinge für qualifizierte Berufsabschlüsse. Und C 1 (2) ist die Eingangsvoraussetzung für ein Universitätsstudium. Für alle Aufenthaltstitel ist die Prüfung Leben in Deutschland nötig. Dabei müssen Migranten und Flüchtlinge sozialpolitische Kenntnisse nachweisen und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen. Das ist heute als Schutz für uns wichtiger denn je. Kurz, die Volkshochschulen und ihre Dozent*innen geben Migranten und Flüchtlingen mit einem erfolgreich abgeschlossenen Integrationskurs die wesentlichen Instrumente in die Hand, mit denen sie ihr Leben hier meistern können. Damit ist die Tätigkeit der Profis abgeschlossen. Die Aktivitäten der ehrenamtlichen Helfer*innen enden idealer Weise erst bei vollkommener Integration: Wenn die Betreuten ein Daueraufenthaltsrecht erhalten, eine Ausbildung abgeschlossen, einen Arbeitsplatz zur Sicherung des Lebensunterhalts und eine eigene Mietwohnung erworben haben, eventuell noch wenn Kinder oder Partner mit Familiennachzug gekommen sind. Und insgesamt wenn Zuwanderer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das heißt, professionelle Sprach- und Integrationslehrer*innen und Flüchtlingshelfer*innen ergänzen sich mit speziell zielgerichteter einerseits und holistischer Tätigkeit andererseits auf das Beste.
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Mai 2025)
Ukrainisches Frühlingsfest im Stephani Haus (Einladung)
Über 25 Frauen aus Hohenbrunn und den umliegenden Gemeinden beginnen nach Ostern gemeinsam mit ihren Kindern mit den Festvorbereitungen. Der Frauenchor "Tschar Zillya" wird alte rituelle Lieder, die zum Beginn des Frühlings gesungen werden, unter dem Titel "Vesnyanky" und in ukrainischen Trachten präsentieren. Der laute Ruf "Hu" am Ende jeder Strophe soll den Frühling anlocken. Kinder und Jugendliche treten in ihren Chören "Mandryky" (Kekse) und "Weselka" (Regenbogen) auf und zeigen ihr Talent in einem Gitarrenduett. Für die kleinen Besucher werden Bastelworkshops angeboten, in denen sie traditionellen Perlenschmuck, der Malerei "Petrykiwka" und Stoffpuppen "Motanka", eine Art Schutzengel, herstellen können. Zauberstäbe und Armbänder werden auch die Kleinsten begeistern. Tanzbegeisterte haben die Möglichkeit, in einem Workshop ukrainische Volkstänze zu lernen. Viele der Flüchtlinge haben inzwischen Deutsch gelernt und freuen sich auf Begegnungen und Gespräche. Für das leibliche Wohl ist mit Getränken und Gebäck bestens gesorgt.
Quelle: Gemeindeblatt Hohenbrunn, Mai 2025, Seite 52
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2025)
Jahresbericht 2024Die Mitglieder des Helferkreises engagierten sich ehrenamtlich mit großer Empathie, Kreativität und Ausdauer für die geflüchteten Menschen in unseren Gemeinden. Die Flüchtlinge stammen aus verschiedenen Ländern, darunter Afghanistan, Syrien, Irak, Türkei, Pakistan, Jemen, Nigeria, Somalia, Äthiopien, Eritrea, Uganda, Tansania, Mali, Ghana, Senegal, Indonesien, Bangladesch, Myanmar, Ukraine, Georgien, Aserbeidschan. Die Unterstützung galt 340 Personen, überwiegend Familien, von denen mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. Die Mehrzahl lebt in zwei größeren Asylunterkünften und in Wohnungen, die vom Landratsamt angemietet wurden. Die Unterkünfte befinden sich zentral in den Wohngebieten unserer Gemeinden, eine gute Voraussetzung für Integration und Austausch mit den Nachbarn. Solange Menschen Hilfe bei ihrer Integration benötigen, setzt der Helferkreis seine Unterstützung fort, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Aus mancher Begleitung wird Freundschaft. INTEGRATION DURCH GESICHERTEN AUFENTHALTVollendete Integration durch Einbürgerung
Niederlassungserlaubnis als Garant der Sicherheit und Abschluss des Flüchtlingsdaseins
Das Chancenaufenthaltsrecht für langjährig Geduldete Das Recht auf Familiennachzug Integration durch Arbeit
Integration durch Sprache und Bildung
Integration durch gesicherte Wohnverhältnisse Eine Familie konnte eine Wohnung über den Arbeitgeber finden. Sechs weitere Familien und ein Berufstätiger haben in Gemeindebzw. Sozialwohnungen ein neues Zuhause gefunden. Eine berufstätige Familie sowie zwei junge Männer wurden auf dem privaten Wohnungsmarkt fündig. Durch diese Umzüge wurden Betten in den Asylunterkünften des Landratsamtes frei. Für 14 Familien, die schon lange vom Helferkreis begleitet werden, werden weiter geeignete Wohnungen oder Häuser gesucht. Die Familien stammen aus verschiedenen Ländern und sind in unseren Gemeinden gut integriert, ihre Wünsche reichen von einer kleinen Wohnung für eine Mutter mit Kind bis zum Reihenhaus für eine achtköpfige Familie. Integration durch Teilhabe am sozialen Leben
Entwicklung im Helferkreis Im Pfarrsaal von St. Magdalena fanden 28 Helferkreis-Treffen statt. Fünf Fortbildungen, u.a. zum neuen Einbürgerungsrecht, ein Erste-Hilfe-Kurs, ein Überblick über das Bayrische Schulsystem wurden vor Ort angeboten. Mitglieder nahmen verschiedene Angebote externer Träger wahr. Ein Mitglied steht, nach abgeschlossener Ausbildung im Pfarrverband, als ehrenamtliche Seelsorgerin für Anliegen im Helferkreis zur Verfügung. Ende Juli fand das Sommerfest im Garten von St. Magdalena statt, im Januar 2025 ein Neujahrsempfang im Pfarrsaal von St. Otto Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit Die Flüchtlinge konnten sich lokal mit Kleidung, Spielsachen, Büchern, Geschirr und Möbeln versorgen dank der AWO Klawotten und der AWO Rumpelkammer. Die Caritas Radlwerkstatt in Neubiberg war eine große Hilfe für die Mobilität. Anerkannte Flüchtlinge bezogen Lebensmittel am Caritas Ottobrunner Tisch. Wir informierten die Öffentlichkeit über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com, in den Gemeindeblättern Hohenbrunn und Ottobrunn, im Schaukasten von St. Magdalena, im Gemeindeblatt der Michaelskirche. Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten uns, in Notlagen individuell und unbürokratisch zu helfen, und mit besonderen Angeboten die Integration der Geflüchteten zu fördern. Dafür danken wir allen herzlich! Unser Helferkreis wird sich weiter für den einzelnen Menschen einsetzen, der flüchten musste. Die Zeiten sind herausfordernd in der derzeitigen Stimmung und politischen Weltlage. Wir freuen uns über die vielen Erfolge, die wir bisher hatten und denken an die Menschen, für die wir da sind. Wir unterstützen uns gegenseitig, nehmen uns an den Händen und machen weiter. Gemeinsam und hier, in unserer nächsten Umgebung, können wir einen Beitrag dazu leisten unseren Mitbürgern zu helfen und die Welt ein klein bisschen besser zu machen! Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn im Pfarrverband Vier Brunnen Ottobrunn Kontakt: info@helferkreis-asyl.com
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2025)
Laptops gesucht .....In unserer Gesellschaft werden in vielen Bereichen Anforderungen gestellt, die ohne PC oder Laptop nur schwer zu erfüllen sind. Das beginnt für Schüler/innen spätestens ab der 5. Klasse, manchmal sogar schon in der Grundschule. Kinder, die ihre Referate auschließlich über das Handy recherchieren können, sind benachteiligt. Für Recherchen, Bewerbungsunterlagen, Lernprogramme, Prüfungsvorbereitungen und Online Fortbildungen benötigen Auszubildende, Arbeitssuchende und Berufstätige Laptops und Drucker. Immer mehr Verwaltungsvorgänge sollen online erledigt werden, Informationen sowie Antragsformulare sind im Internet zugänglich.
Der ehrenamtliche Computer-Spezialist Dr. Michael Steinacker ist seit 2016 für den Helferkreis Asyl auf diesem Gebiet tätig. In dieser Zeit wurden bereits über 150 gebrauchte Geräte an Bedürftige übergeben. Er holt die Laptops ab und installiert sie neu, wobei alle noch vorhandenen persönlichen Daten gelöscht werden. Ausgewählte Empfänger erhalten passende Geräte mit einer Einweisung und der Software, die sie für ihre Zwecke benötigen. Auch Handys, IPADS und Drucker werden immer wieder nachgefragt. Wenn Sie Geräte spenden möchten, schreiben Sie bitte mit der genauen technischen Bezeichnung an spenden@helferkreis-asyl.com. Herr Dr. Steinacker wird Sie dann kontaktieren. Ihre Spende ist eine wertvolle Unterstützung für unserem Einsatz zur Integration der Flüchtlinge. Heidi Maurer (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) Quelle: Gemeindeblatt Hohenbrunn, Februar 2025, Seite 53
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Januar 2025)
Gesucht Werden ...Am 7. Dezember waren über 70 Flüchtlingsfamilien aus 17 Ländern zur traditionellen Nikolausfeier des Helferkreises eingeladen. Garten, Saal und Bastelstube im EJO, dem Haus der Evangelischen Jugend Ottobrunn, wurden vom Helfer-Team mit vielen Lichtern geschmückt. Die Besucher brachten ihre kulinarischen Spezialitäten zum Gebäck-Buffet mit. Für manche Kinder und Erwachsene war es das erste Mal, dass sie einem Nikolaus begegneten und Weihnachtslieder sowie Weihnachtsbasteleien rund um das Fest kennenlernen durften.
Unsere ehrenamtliche Hilfe ist vielfältig. Menschen im Alter von 13 bis 90 Jahren engagieren sich im Helferkreis für Flüchtlinge. Lern-Paten bieten Nachhilfe in Deutsch, Mathe und weiteren Fächern, sei es regelmäßig oder bei der Prüfungsvorbereitung. Job-Paten unterstützen bei Bewerbungen für Ausbildungsplätze, Mini-Jobs oder Arbeitsstellen. Familienpaten stehen Familien in Alltagsfragen zur Seite. Menschen beim Aufbau eines neuen Lebens und der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen, fremde Kulturen kennen zu lernen bereichert oft auch den Helfenden persönlich. Aktuell werden Formular-Experten gesucht, die beim Ausfüllen von Anträgen helfen können, sowie Spielefreunde für Kinder und Kulturfreunde, die Interessierte gelegentlich zu kulturellen Veranstaltungen einladen. Darüber hinaus werden gebrauchte Laptops, Drucker und Handys benötigt, die von IT-Spezialisten im Helferkreis geprüft und aufbereitet werden, um sie anschließend an Schüler, Auszubildende oder Jobsuchende weiterzugeben. Wer nach der Weihnachtszeit ein nicht mehr benötigtes Gerät abgeben möchte, kann sich gerne an Dr. Michael Steinacker unter E-Mail spenden@helferkreis-asyl.com wenden. Zudem suchen wir IT-Profis, die Erwachsenen im Einzelunterricht Grundkenntnisse im Umgang mit Laptops vermitteln können, und weitere Lern- und Familienpaten. Der Helferkreis arbeitet eng mit den Kirchen, Gemeinden und den Asylsozialarbeitern zusammen. Bei Sommerfest, Neujahrsempfang und Kultur Talks und Essen über’n Tellerrand wird die Geselligkeit gepflegt. Möchten Sie nähere Informationen? Schreiben Sie uns unter info@helferkreis-asyl.com. Wir treffen uns 3 x im Monat, mittwochs, 17 Uhr in St. Magdalena, gerne können Sie uns bei diesen Treffen kennen lernen. Die Termine sind im Schaukasten von St. Magdalena oder unter www.helferkreis-asyl.com, für Helfer / Organisatorisches zu finden. Im monatlichen „Café International“ im EJO, Haus der Evangelischen Jugend Heidi Maurer, Sprecherin Helferkreis, St. Magdalena, heidi.maurer@t-online.de
Quelle: Monatsheft Pfarrverband Vier Brunnen - Ottobrunn, Januar 2025, Seite 12/13
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2024)
Essen über’n Tellerrand - ThanksgivingPersönliche Begegnung in kleinem Kreis fördert Integration und gegenseitigen Austausch – nach diesem Motto lädt der Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn immer wieder zum „Essen über’n Tellerrand“ in der Kaiserstiftung ein, bei dem gemeinsam gekocht und gegessen wird. Der Einladung zum Thanksgiving – Kochen und Essen am 26. Oktober folgten 27 Teilnehmer, Einheimische, Migranten, Flüchtlinge, u.a. aus Bulgarien, Bosnien, USA, Kamerun, Ruanda, Irak und Afghanistan. Dick eingewickelt in Alufolie ruhte der 17 kg schwere „Turkey“ auf dem großen Schneidebrett, als sich die Gäste um die Kochtheke versammelten. Carol Zajac hatte den Truthahn drei Tage lang in Salzlake einge-legt, und dann zu Hause sieben Stunden im großen Ofen gebacken. Carol berichtete über die Tradition, die sich aus dem ersten Thanksgiving Fest im Jahre 1621 entwickelt hat. Damals feierten die englischen Pilgerväter in Amerika zusammen mit den Ureinwohnern drei Tage ein Fest des Dankes für ihr Überleben im ersten Winter mit Hilfe der Indianer. Es ist heute der wichtigste Feiertag in Nordamerika, an dem die Großfamilie zusammenkommt, gemeinsam kocht und bei einem Festessen in besinnlichem Rahmen für alles Gute dankt, was sich im Laufe des Jahres ereignet hat. Mit einem kleinen Koch Team bereitete sie in der Kaiserstiftung die traditionellen Beilagen zu: Süßkartoffelpüree mit Pekanüssen, Kartoffelstampf verfeinert mit Kräuterfrischkäse, die würzige Brotfüllung, Auflauf mit grünen Bohnen, Rosenkohl, Bratensoße und Cranberry-Marmelade. Ein Gast griff beherzt zu und zerlegte gekonnt das große Geflügeltier. Den Abschluss bildete ein Kürbiskuchen mit Frischkäse-Decke. „Jeder isst an Thanksgiving so viel, bis der Hosengürtel aufgemacht werden muss“, kommentierte Carol. Auch 2025 wird es weiterhin das beliebte Essen über’n Tellerrand geben – genaue Daten sind im monatlichen Programm der Kaiserstiftung zu finden.
Fotos: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Quelle: Gemeindeblatt Hohenbrunn, Dezember 2024, Seite 33
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2024)
Die EinbürgerungInformation für Flüchtlingshelfer*innen
Seit März regelt ein neues Staatsangehörigkeitsgesetz (STAG) die Möglichkeiten und Voraussetzungen, um deutsche/r Staatsbürger*in werden zu können. Die Vorteile sind: Erstens die wesentliche Verkürzung der Aufenthaltszeiten, die der Einbürgerung vorausgehen müssen, auf fünf Jahre (mit Deutschkenntnissen auf Niveau B1), sogar nur auf drei Jahre (mit Deutschkenntnissen auf Niveau C1 und besonderen Leistungen in Schule und Beruf sowie sozialem Engagement). Zweitens das Zugeständnis an Migranten und Flüchtlinge, mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen zu können. Weitere Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, vor allem eine auf Dauer angelegte Aufenthaltserlaubnis. Das heißt, alle Ausweise, auf denen Duldung (Aussetzung der Abschiebung) steht,sind ausgeschlossen. Aber auch, wer z.B. ein Abschiebungsverbots (§ 25, Abs. 3 AufenthG) hat, kann nicht gleich die Einbürgerung, sondern muss zuerst die Niederlassungserlaubnis beantragen. Also bitte immer als erstes auf den Aufenthaltstitel schauen! Ist die Einbürgerung damit möglich? Kinder werden bereits bei Geburt Deutsche. Ein Elternteil muss allerdings einen unbefristeten Aufenthaltstitel (z.B. die Niederlassungserlaubnis) vorweisen. Die wichtigste und nun härter gewordene Voraussetzung für die Anspruchseinbürgerung ist, dass die Antragsteller*innen einen gesicherten Lebensunterhalt gewährleisten. Flüchtlinge müssen den Lebensunterhalt für sich und die unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Sozialhilfe (nach SGB II oder XII) bestreiten können. Die Unterhaltsregelung ist strenger als bisher und hat vor allem Kritik hervorgerufen, weil nun Behinderte, Rentner, Erwerbsunfähige, pflegende Angehörige, Alleinerziehende, Auszubildende und Studierende keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Einbürgerung haben. Für Azubis stellt das eine Verschlechterung gegenüber dem alten Gesetz dar. Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Ausbildungsvergütung hoch ist und eine eigene Wohnung vom Azubi selbst oder den verdienenden Eltern finanziert werden kann. Andere Ausnahmen werden eventuell auch berücksichtigt, es handelt sich jedoch dann jeweils um eine Ermessenseinbürgerung. Für die Einbürgerung muss der Test Leben in Deutschland erfolgreich absolviert und ein Bekenntnis zur freiheitliche demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik (wozu die Gleichberechtigung der Frau gehört) abgelegt werden sowie ein Bekenntnis zur historischen Verantwortung, nie wieder Antisemitismus und Rassismus in Deutschland zuzulassen. Eine ausführliche Broschüre der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flücht-linge und Integration ist: Mein Weg zum deutschen Pass. Alle wichtigen Informationen zur Einbürgerung finden Sie
hier,
Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2024)
Informationsabend zum Bayerischen Schul- und Ausbildungssystem (Präsentation)Das duale Ausbildungssystem in Bayern
Einen Überblick über das Bayerische Schulsystem und weitere Information finden Sie auch auf den Seiten
"Mein Bildungsweg"
des Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Helferkreis Asyl (Juli 2024): Ukrainisches Sommerkonzert
»Die Sonne scheint für uns« (Video)Die Sonne scheint für uns, war das Motto und der Titel eines Liedes beim Konzert der ukrainischen Community, das am 30. Juni 2024 im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn stattfand. Nach Kriegserlebnissen und Flucht, haben die ukrainischen Flüchtlinge bei uns in Sicherheit und von vielen willkommen geheißen, wieder den Sonnenschein auf ihrem Leben gespürt, so Olha Voitsun, die Sprecherin der Gruppe. Der Konzertsaal war voll besetzt, als die Integrationsbeauftragte Stephanie Marrero das Publikum begrüßte. Das Programm mit Musik, Tanz und Ballett, Solos und Chören aus dem reichen Schatz der ukrainischen Volkslieder, alle Beteiligten in Tracht, besinnlich und lustig, lyrisch und patriotisch, bekam großem Applaus. Die Organisation von Liudmyla Gryshko war perfekt, die Texte und die Moderation von Yuliia Borschch und Vsevolod Khrystenko auf Deutsch waren erstaunlich gut, der Chor Tschar Zillya und der Kinderchor Mandryky unter Leitung von Maryna Mokrynska und die Ballettkünste der Mädchen und der Kosakentanz der Kinder unter Zhanna Ditkovska mitreißend. Bei diesem Benefiz-Konzert wurde deutlich, dass die intensive Pflege der heimischen Kultur das Engagement der Gruppe für die Freiheit und Souveränität der Ukraine ausdrückt. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn)
Engagierte Ukrainerin beim Helferkreis Asyl (Juli 2024)
Hilfe für Landsleute
Ihr erster ehrenamtlicher Einsatz war die Übersetzung von TraumaHilfen, die online angeboten wurden, ins Ukrainische. Zusammen mit der Integrationsbeauftragten der Gemeinde, Stefanie Marrero, bereitete die heute 42-Jährige ein Netzwerktreffen vor, bei dem die Mitarbeiterinnen des Sozialamts den Flüchtlingen Auskunft über Kindergarten, Schule und Soziales gaben. Im Internet baute Olha Voitsun den Kontakt unter den ukrainischen Flüchtlingsfamilien auf. Erste Hilfsprojekte waren eine Malgruppe für Kinder und Mütter und ein Schwimmkurs für Kinder. Die Pflege der ukrainischen Kultur bedeutet den Geflüchteten viel. Organisationstalent Olha Voitsun kümmert sich um die Treffen und Feste mit Gesang und Volkstanz in traditioneller Tracht. Dabei sind Gäste aus Ottobrunn und den benachbarten Gemeinden immer willkommen. Weitere Infos zu den ukrainischen Veranstaltungen gibt es auf Nachfrage per E-Mail: ukraine.imher zen.4ever@gmail.co. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) / MO (Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 07/2024, Seite 19)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2024)
Ukrainisches Sommerkonzert (Flyer)Die Ukrainerinnen aus unseren Gemeinden laden zum Ukrainischen Sommerkonzert ein, unter dem Motto "Die Sonne scheint für uns" mit Musik, Tanz, Gesang, in traditionellen Trachten.
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2024)
Talk am Abend: „Meine Deine Unsere Kultur“
In den von Dr. Claudia Bernardoni moderierten Gesprächen berichteten Flüchtlinge, die in unseren Gemeinden leben, aus ihren Heimatländern Syrien, Iran, Senegal, Ukraine, Türkei. Auch der lebensbedrohliche Weg nach Europa und der schwierige Weg der Integration wurden geschildert. Helferkreis-Mitglieder gaben persönliche Einblicke in die Schönheit ihrer Herkunftsländer Kamerun, Bosnien, Malaysia, Georgien. Traditionelle Gewänder aus diesen Ländern, bunte Kopftücher aus der Ukraine, senegalesische und bosnische Lieder, Bücher, Gedichte, Foto-Präsentationen und kulinarische Kostproben bereicherten die Abende. Die Abende schaffen nicht nur Verständnis und Wertschätzung, sondern auch eine Brücke zwischen den Kulturen und Menschen verschiedener Herkunft. Zum nächsten Kultur Talk „Irak“, einem Land, das oft als „Wiege der Zivilisation“ bezeichnet wird, laden wir herzlich ein: am Freitag, 14. Juni, 19 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Kaiserstiftung. Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 06/2024, Seite 51
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (April 2024)
Jahresbericht 2023Die oft langfristige Unterstützung des Helferkreises galt ca. 300 Personen, überwiegend Familien, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnten in dezentralen und zwei vom Landratsamt angemieteten Hotels oder in eigenen Wohnungen. Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Ukraine, Irak, Nigeria, Somalia, Uganda, Türkei, Eritrea, Äthiopien, Pakistan, Ghana, Myanmar, Jemen. Integration setzt einen gesicherten Aufenthaltsstatus voraus. Eine Familie erhielt die Einbürgerungsurkunde, weitere Berufstätige eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Vier langjährig Geduldete nutzten das neue Chancenaufenthaltsrecht, um sich weiter zu integrieren. 35 Lernpaten unterstützten Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie halfen beim Lernen für die Berufsschule, auf den Quali-Abschluss, auf Prüfungen in Integrationskursen. Der Arbeitskreis Job & Ausbildung begleitete bei der Suche nach Praktika, Ausbildungen, zu Jobbörsen und bei Bewerbungen. IT-Experten gaben gespendete Laptops und Handys an Flüchtlinge weiter und unterstützten mit Computer-Wissen. Paten ermutigten bei der schweren Suche nach einer bezahlbaren Wohnung und halfen beim Umzug. Das Café International, Essen über’n Tellerrand, Kultur Talks, Dorffest in Hohenbrunn, Friedensgebet in St. Magdalena und die Weihnachtsmärkte boten Geflüchteten und Einheimischen Gelegenheit einander kennen zu lernen. 26 Flüchtlinge waren Mitglied im Helferkreis Asyl, weitere waren ehrenamtlich in verschiedenen sozialen Organisationen und Vereinen in unseren Gemeinden tätig. In regelmäßigen Helferkreis-Treffen, beim Sommerfest und der Weihnachtsfeier konnten sich die 145 Helferkreis-Mitglieder austauschen. Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten es, individuell und unbürokratisch zu helfen, und mit Angeboten die Integration der Geflüchteten zu fördern. Dafür allen Spendern herzlichen Dank! Der ausführliche Jahresbericht ist auf der Homepage unter www.helferkreis-asyl.com "Presse/Nachrichten“ zu finden. Kontakt unter Mail: info@helferkreis-asyl.com Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 04/2024, Seite 50
Der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn lädt ein (April 2024):
Ukrainisches Frühlingsfest "VETSCHORNYZI"
Helferkreis Asyl ist an der Seite ukrainischer Geflüchteter (März 2024)
»Wir leben noch!«
Flucht zur Schwester
Sorge um Angehörige
Panikattacken wegen Raketenangriffen
Gut aufgenommen
Inzwischen haben alle drei große Fortschritte gemacht: Liudmyla spricht Deutsch auf Berufschulniveau und lernt weiter. Sie arbeitet als Schwimmlehrer-Assistentin und bringt im Rahmen des Helferkreises einzelnen Flüchtlingen das Schwimmen bei. Yuliia hat ihren ersten Integrationskurs abgeschlossen und lernt weiter, um die Voraussetzungen für einen Finanzbuchhaltungskurs zu erfüllen. Maryna besucht die neunte Klasse der hiesigen Realschule und ist außerdem Online-Schülerin eines Gymnasiums in der Ukraine. Ihr Ziel ist es, an der ukrainischen Universität München zu studieren. Viele der UkrainerInnen fühlen sich inzwischen wohl in Ottobrunn. Sie haben viele Kontakte zum Helferkreis und pflegen ihre Kultur, die sie den Einheimischen gerne mit Musik und Tanz bei diversen Christkindlmärkten, beim ukrainischen Frühlingsfest in Hohenbrunn oder bei dem Helferkreis- Event »Essen über’n Tellerrand « (nächster Termin: Sa., 20.04., 16.00 Uhr, Seniorentreff Kaiserstiftung, Infos unter 089/ 61101228 -0) nahebringen wollen. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) / MO (Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 04/2024, Seite 18)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn: Nachruf für Ulla Wolf (Februar 2024)
Großes Herz für große Bedürfnisse
Ulla Wolf ist in Gütersloh geboren, in München ins Gymnasium gegangen und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Soziologie studiert. Mit ihrem Mann, der beim Goethe-Institut arbeitete, ging sie nach Griechenland, Mexiko und kurz auch nach Argentinien. Mit ihren drei Kindern kehrte sie nach Deutschland zurück, bewarb sich in Bonn beim Goethe-Institut und wurde Ende der 1990er Jahre Sprachabteilungsleiterin in St. Petersburg und später in Algerien. 2010 im Ruhestand zog sie nach Ottobrunn, wo ihre beste Freundin Gesa lebte.
Als sei das alles nicht genug, war sie zudem sechs Jahre lang im Kirchenvorstand der evangelischen Michaelskirchengemeinde, aktiv im Arbeitskreis Tansania und in der Redaktion des Gemeindebriefs der Michaelskirche. Von 2013 bis 2019 war sie im Aufsichtsrat der Volkshochschule für die Gemeinde Ottobrunn, zeitweise als Vorsitzende. In Ulla Wolf verlieren wir alle eine offene, lebhafte, den Menschen zugewandte und sehr engagierte Freundin. Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (auch: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 03/2024, Seite 17)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2024)
Taufe in der Äthiopisch-Orthodoxen Tewehado KircheHelferkreis-Paten werden von ihren Flüchtlingsfamilien immer wieder zum Mitfeiern wichtiger Lebensstationen eingeladen.
Zu Hause feierte die Familien dann mit vielen Besuchern fröhlich und glücklich bei gutem, typisch äthiopischen Essen.“ Nachweislich gibt es die äthiopisch-orthodoxe Kirche schon seit dem 4. Jahrhundert. Wie wichtig für die Gemeindemitglieder die ihnen heimatlich vertraute Atmosphäre ist, ist bei solchen Anlässen spürbar. Die Riten und Bräuche der altorientalisch afrikanischen Kirche haben eine große, auch symbolische Bedeutung für die Gläubigen. Es tut den Menschen gut, diese in Gemeinschaft bei uns in Deutschland praktizieren zu können. Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 02/2024, Seite 50
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2024)
Jahresbericht 20232023 war das Engagement der Mitglieder des Helferkreises nach drei Jahren wieder ohne Corona bedingte Einschränkungen möglich. Die oft langfristige Unterstützung galt 300 Personen aus den verschiedensten Herkunftsländern, überwiegend Familien, darunter ca. die Hälfte Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnen in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn, in dezentralen und zwei größeren Asyl-Unterkünften des Landratsamtes oder in eigenen Wohnungen. Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Ukraine, Nigeria, Somalia, Irak, Uganda, Türkei, Eritrea, Äthiopien, Mali, Pakistan, Senegal, Indonesien, Bangladesch, Myanmar, Georgien, Aserbeidschan, Ghana, Jemen, Indonesien. Unterstützung für Flüchtlinge aus der Ukraine
Bis Juli traf sich die therapeutische Malgruppe für Frauen und Kinder in St. Albertus Magnus Ottobrunn. Parallel dazu fanden ein Deutsch-Übungskurs und ein Sprachkurs für Kinder statt. Die ukrainischen SeniorInnen waren bis zu den Sommerferien alle 14 Tage ins Seniorencafé Ukraine in die Kaiserstiftung Riemerling eingeladen. Bei einem Ukrainischen Frühlingsfest im Stephani-Haus in Hohenbrunn konnten die Besucher eine Ausstellung von Bildern, Büchern und Handarbeiten besuchen und Musik, Tanz und Essen genießen. Vollendete Integration durch Einbürgerung
Niederlassungserlaubnis als Garant der Sicherheit und Abschluss des Flüchtlingsdaseins
Das Chancenaufenthaltsrecht für langjährig Geduldete
Familiennachzug – für alleinstehende Flüchtlinge Sehnsucht und Problem
Andere Einreisen wegen Familieneinheit
Aber die Schwierigkeiten des Nachweises der Heirat, die Hindernisse beim Erhalt von Visa oder die Unmöglichkeit des Familiennachzugs aufgrund des geltenden Aufenthaltsrechts veranlassten einige Personen, die Familieneinheit faktisch durch Einreise herzustellen. Der/die Ankommende muss dann ein Asylverfahren durchlaufen und zeitweise in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen. Ein afghanischer Familienvater aus Usbekistan kam nach Bayern, um bald mit seiner Frau (abgeschlossene Ausbildung und Arbeitsplatz im Büromanagement und eigene Wohnung) und seinen vier Kindern zusammen zu leben. Integration durch Arbeit Der Arbeitskreis Job & Ausbildung unterstützte und ermutigte bei der Suche von Praktika, Aus-bildungs- und Arbeitsplätzen. Helferkreis-Mitglieder übten mit Bewerber/innen Bewerbungsgespräche. Berufsschüler/innen erhielten Nachhilfe und Laptops. Bei Arbeitsverträgen, Lohnabrech-nungen, Steuer- und Versicherungsfragen wurde beraten und in der Kommunikation mit Arbeitgeber und Behörden unterstützt.
Integration durch Sprache und Bildung Kursplätze mit Kinderbetreuung oder Alphabetisierung sind immer noch rar. Teilnehmende an den Deutsch-Integrationskursen haben meist wochen- und monatelange Pausen beim Warten auf die Prüfungsergebnisse vom BAMF und den Start von Anschluss- oder Wiederholungskursen. Die Nachricht, dass eine Deutsch Prüfung nicht bestanden wurde, führt oft zur Resignation. Für die ukrainischen Familien mit Kindern in den Brückenklasse der Grund- und weiterführenden Schulen war es in den Sommerferien ein schwerer Entschluss, ihre Kinder, die in den Brücken-klassen oft noch zu wenig Deutsch gelernt hatten, ab September für die Mittelschulen anzumelden. Realschule, Gymnasium oder die ukrainische Schule in München kamen nur für einzelne in Frage. Manche nehmen weiterhin parallel nachmittags am Online-Unterricht ihrer ehemaligen ukrainischen Schulen teil, um dort einen Abschluss machen zu können.
Integration durch gesicherte Wohnverhältnisse Der Helferkreis unterstützte bei der Wohnungssuche, bei Mietverträgen, der Kommunikation mit Behörden, mit Zuschüssen zur Kaution und Transporter-Miete, beim Transport, der Möbelbeschaffung, Möbel- und Lampenmontage, mit Umzugskartons, bei Internet- und Stromverträgen. Dadurch werden immer wieder Asylunterkünfte des Landratsamtes frei. Eine afghanische Familie erhielt über den Verein Fair Mieten eine Wohnung in Oberhaching. Für fünf ukrainische Familien und zwei Frauen wurden Wohnungen gefunden. Zwei junge Facharbeiter erhielten über ihre Arbeitgeber Wohnungen. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern musste aus ihrer gekündigten Asyl-Wohnung in eine andere Asylunterkunft am Ort ziehen. Eine syrische Familie, ein Syrer und eine afghanische Mutter mit Tochter lebten in Obdachlosenunterkünften der Gemeinde Hohenbrunn und Ottobrunn. Für sie konnte noch keine Wohnung gefunden werden. Integration durch Teilhabe am sozialen Leben Lern- und Familienpaten fördern und begleiten die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am sozialen und gesellschaftlichen Leben in unseren Gemeinden. Dazu gehören auch gemeinsame Besuche von örtlichen Festen, Sportvereinen, Ramadama-Aktionen.
Entwicklung im Helferkreis 145 Ehrenamtliche aus 18 Ländern sind Mitglieder im Helferkreis, darunter 26 Flüchtlinge. Einige Helfer*innen sind ausgeschieden, neue sind dazugekommen. Die Altersspanne reicht von 12 bis 89 Jahren. Mitglieder des Helferkreises trafen sich an 30 Nachmittagen im Pfarrsaal von St. Magdalena. In acht Treffen wurden Fortbildungsthemen angeboten, Mitglieder nahmen an einer Fortbildungsreihe an der LMU München und anderen externen Angeboten teil. Ende Juli fand das Sommerfest im Garten von St. Magdalena, Anfang Januar 2024 die Weihnachtsfeier im Pfarrsaal von St. Otto statt. Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit
Die Flüchtlinge konnten sich lokal mit Kleidung, Spielsachen, Büchern, Geschirr und Möbeln ver-sorgen - dank der AWO Klawotten und der AWO Rumpelkammer. Die Caritas Radlwerkstatt in Neubiberg war eine große Hilfe für die Mobilität. Anerkannte Flüchtlinge bezogen Lebensmittel am Caritas Ottobrunner Tisch. Ab Sommer gab es dort einen Aufnahmestopp. Wir informierten die Öffentlichkeit über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com, in den Gemeindeblättern Hohenbrunn und Ottobrunn, im Schaukasten von St. Magdalena, im Gemein-deblatt der Michaelskirche. Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten uns, in Notlagen individuell und unbürokratisch zu helfen, und mit besonderen Angeboten die Integration der Geflüchteten zu fördern. Dafür danken wir allen herzlich! Unser Helferkreis wird sich weiter für den einzelnen Mensch einsetzen, der flüchten musste. »Und doch darf man nie vergessen, dass die Migranten an erster Stelle nicht Nummern, sondern Personen sind, Gesichter, Namen und Geschichten. Europa ist die Heimat der Menschenrechte, und wer auch immer seinen Fuß auf europäischen Boden setzt, müsste das spüren können; so wird es ihm selbst deutlicher bewusst werden, dass er sie respektieren und verteidigen muss.« Papst Franziskus beim Besuch eines Flüchtlingslagers auf der Insel Lesbos, Griechenland, April 2016 Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn im Pfarrverband Vier Brunnen Ottobrunn
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