Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


Vortragsreihe Basiswissen Islam (Wintersemester 2022/23)

Die Vortragsreihe findet im Wintersemester 2022/23 in Präsenz statt.

Achtung Raumänderung: Die Vorträge finden neu in A125, ebenfalls im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, statt.

Eine Vortragsreihe für die breite Bevölkerung: egal, ob christlichen, atheistischen, buddhistischen, jüdischen, muslimischen oder anderen Glaubens, für Handwerkerinnen und Handwerker ebenso wie für Akademiker und Akademikerinnen, für Bayerinnen und Bayern wie für Zugereiste, Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte..
In Europa glauben heute fast alle, dass ...

...    alle Musliminnen und Muslime grundsätzlich das Bekenntnis "Es gibt keinen Gott ausser Gott und Mohammed ist sein Prophet" teilen.
...    der Koran der Bibel sehr ähnlich ist.
...    die heutigen Araber und Araberinnen aus der Arabischen Halbinsel stammen.
...    der Islam mit Gewalt (oder: durch Missionierung) verbreitet worden ist.
...    Islamisten und Islamistinnen besonders gewaltbereit sind.
...    Schleier in der Islamischen Welt nur von Frauen getragen werden.
...    der "Islamische Staat" als religiöse Bewegung entstanden ist.

Aber: alle diese Aussagen sind falsch! Von der Wissenschaft wurden sie nie ernsthaft vertreten: unsere Studierenden lernen das im ersten Studienjahr! Solche weit verbreiteten, aber ganz unsinnigen Grundannahmen führen dazu, dass wir der Islamischen Welt heute meist entweder übertrieben freundlich oder übertrieben unfreundlich entgegentreten. Dabei hat die Islamwissenschaft zu diesen (und vielen anderen) Fragen ein ganz unstrittiges, solides und leicht zugängliches Wissen!

Mit unserer Vortragsreihe wollen wir dazu beitragen, die Islamische Welt so nüchtern zu betrachten und zu bewerten, wie wir dies mit anderen Weltgegenden schon lange tun.





Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München und der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bayern e.V.






Café International


Ort der Verständigung und Begegnung (Flyer)
Flüchtlinge,Migranten, Einheimische treffen sich im Café International

Ort:     EJO - Haus der ev. Jugend Ottobrunn
Gartenstr. 1, 85521 Ottobrunn
    (parallel zur Rosenheimer Landstraße,
zwischen Jahnstraße und Putzbrunnerstraße)

Termin:    Samstags, 15 - 17 Uhr
        26.06.2022 (Sonntag ! )
        30.07.2022
        27.08.2022
        03.09.2022
        22.10.2022
        19.11.2022
        10.12.2022 *)

Coronabedingt kann es sein, dass Termine kurzfristig abgesagt werden müssen.

*) Das Café im Dezember wird ggfs. durch eine Adventsfeier im Gemeindesaal der Michaelskirche ersetzt.

Aktuelle Information: www.helferkreis-asyl.com/aktuelles.php

Fragen beantworten wir auch gerne unter: cafe@helferkreis-asyl.com

Veranstalter: Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn







Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2022)

Helferkreis feierte zehnjähriges Bestehen

Nach einer Interreligiösen Dankandacht in der Kirche St. Otto, die von Helferkreisleiter Diakon Karl Stocker, Monsignore Rainer Boeck vom Erzbistum München, Pfarrer Martin Ringhof sowie Hussein Durmic und Tochter Delila vom deutsch-islamischen Kulturverein und von Helferkreismitgliedern gestaltet wurde, feierten gut 100 Personen am Samstag (17.09.) im Pfarrsaal ein gelungenes Fest. Vor allem Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern hatten die Feier unter Anleitung von Lorraine Hadam mit ihren Talenten und Gaben für die Helferinnen und Helfer und ihre Gäste ausgerichtet. Der Saal war mit deutsch-syrischer Phantasie festlich geschmückt.

Nachdem Bürgermeister Thomas Loderer, Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair von Hohenbrunn und Dekan Mathis Steinbauer von der evangelischen Michaelskirchengemeinde die Gäste begrüßt hatten, dankten die Mitglieder der ersten Sprecherin Heidi Maurer und der zweiten Claudia Bernardoni. Dann genossen alle ein reiches und exquisites Buffet, das ein syrisch-afghanisch-afrikanisches Küchenteam zubereitet hatte. Eine äthiopische Kaffeezeremonie ließ über die Zubereitung direkt ab Kaffeestrauch staunen. Die Musikbegleitung des Festes kam von einem senegalesischen Diskjockey. Als Beiträge des Helferkreises gab es eine Fotoshow von 2012 bis 2022 und die Ausstellung zweier Tonskulpturen zum Thema Flucht der Ottobrunner Bildhauerin Uta Riess.

Claudia.Bernardoni und Heidi Maurer, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 10/2022, Seite 16)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2022)

Zehn Jahre Arbeit für die Menschenwürde

Durch Krieg und Verfolgung werden Menschen ihrer Existenzgrundlage beraubt und in ihrer Menschenwürde verletzt. Der Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn unterstützt Flüchtlinge seit seiner Gründung 2012 beim Neuanfang und der Integration in die Gesellschaft. Zurzeit engagieren sich 132 HelferInnen im Alter von 15 bis über 80 Jahren für mehr als 250 Flüchtlinge aus bisher bekannten Nationen und aus der Ukraine. Mittlerweile sind auch 15 Flüchtlinge unter den HelferInnen.

2022 kann der Helferkreis seinen 10. Geburtstag feiern. Um zu diesem Anlass einen kleinen Einblick in die Arbeit des Helferkreises zu geben, hat Mein Ottobrunn mit den beiden Sprecherinnen und drei Flüchtlingen gesprochen, die nun selbst als HelferInnen aktiv sind.


Heidi Maurer, Sprecherin (66)

„Nachdem im Sommer 2012 Asylbewerber in die alte Joseph-Seliger-Siedlung eingewiesen wurden, bin ich einem Aufruf in St. Magdalena im Herbst 2012 gefolgt. Mein Motiv zu helfen beruht auf dem Matthäus Evangelium „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ (Kap. 25, Vers 35).

Anfangs waren wir zwei Handvoll Helfende, doch wir wuchsen schnell. Mein erster „Schützling“ war Rony Goliana aus Syrien, ein aramäischer Christ. Er ist inzwischen eingebürgert, und war auch der Erste, der selbst Helfer für andere geworden ist. Viele Helfer/innen sind im Seniorenalter, sie haben Zeit, das kostbarste Geschenk, und engagieren sich. Meine persönlichen Schwerpunkte sind es, geflüchtete Frauen und Mütter in Bildung und Arbeit zu fördern, Wohnungen zu finden, und Kindern Schwimmkurse zu ermöglichen. Mein persönliches Anliegen ist es, vor allem die geflüchteten Frauen und Mütter zu unterstützen, weil sie hier mehr Schwierigkeiten, berufstätig zu werden, als die Männer“.


Claudia Bernardoni, Sprecherin (83)

„Als ich im Januar 2013 zum Helferkreis Asyl kam, hatte ich in den 1990er Jahren bereits Erfahrung mit Flüchtlingen in Würzburg gesammelt. Daher wusste ich: Die Sicherung des Aufenthalts ist die Basis der Integration. Bis dahin treten behindernde Ängste auch bei Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive auf. Deshalb habe ich mich um diesen Bereich gekümmert. Inzwischen haben vier Flüchtlinge die Einbürgerung erhalten oder zugesagt bekommen und 7-10 genießen einen unbefristeten Aufenthalt.

Alle von uns haben ein Patenamt oder eine Spezialaufgabe übernommen. Dabei ist der Austausch sehr wichtig. Unsere Treffen und die Projekte mit Flüchtlingen (Café International und Über’n Tellerrand) _stärken den Zusammenhalt und zeigen die Aktivität vieler Mitglieder. Gemeinsam mit anderen versuche ich, vor allem im lokalen Rahmen nach außen um Sympathien für Flüchtlinge zu werben und um Respekt vor der großen Leistung, die Flüchtlinge mit der Integration erbringen“.


Abdu Shwayekh (34)

Seit 2015 lebt Abdu Shwayekh in Riemerling. Er stammt aus Syrien und wartet momentan auf seine Einbürgerung. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann arbeitet er beim Restaurant Nefeli und bestreitet den Service der Sauna des Phönix-Bades. „Ich habe mir allein eine Wohnung und den Ausbildungsplatz gesucht. Aber ohne die Berufsschulnachhilfe von Ulla Müller hätte ich die Ausbildung nicht geschafft. Mit Arabisch, Deutsch und Englisch-Übersetzen konnte ich dann anderen Flüchtlingen helfen“. Abdu ist außerdem beim Ausrichten und beim Service unserer jährlichen Sommerfeste tätig. Er sagt: „Ich helfe nicht wegen Dankbarkeit, es ist selbstverständlich für mich“..


Roqaya Rezai (35).

Roqaya Rezai ist 2013 mit ihrer Familie nach Ottobrunn gekommen. „Linda Stiller war die erste Person vom Helferkreis, die uns besucht hat. Sie hat uns beim Deutschlernen, bei der Wohnungssuche und der Arbeitssuche unterstützt. Sie ist eine starke und unabhängige Frau. In 8 Jahren ist sie ein Mitglied unserer Familie geworden“. Roqaya, Mutter von zwei Kindern im Schulalter, arbeitet Teilzeit im Bio-Supermarkt Arkade in Ottobrunn. Ihr Mann Ali ist nach seiner Ausbildung als Lackierer bei Reifen-Widholzer in Hohenbrunn tätig. Roqaya sagte einmal vor einigen Jahren: „Wenn wir auch etwas tun und helfen können, egal wie klein, würden wir uns freuen, Teil dieser Gruppe zu sein.“ So wurden sie vor sechs Jahren Mitglieder im Team des Café International..


Harriet Kwagala (42)

Harriet Kwagala stammt aus Ruanda und besitzt die ugandische Staatsangehörigkeit. Sie kam 2016 nach Deutschland. 2017 machte Harriet Kwagala zunächst Praktika in Seniorenheimen. Da sie nie eine Schule besuchen konnte, war für sie die Deutschprüfung für die Ausbildung zur Pflegehelferin bisher zu schwer. Nach einer anstrengenden Tätigkeit bei einer Zeitarbeitsfirma arbeitet sie seit Dezember 2021 im KWA Hanns-Seidel-Haus als hauswirtschaftliche Hilfskraft. »Der Helferkreis bedeutet sehr viel für mich: Heike Witt, Herbert Mencke und andere halfen mir. Ich war am Nullpunkt; jetzt bin ich wieder oben und glücklich. Ich helfe gerne beim Aufräumen im Café International«.

MO

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 09/2022, Seite 15)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2022)

Ramasuri läuft und läuft ….

Neun Jahre gibt es sie nun schon, die Fußballmannschaft RAMASURI, unterstützt vom Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn und der Erzdiözese München-Freising. Neun Jahre, zu deren Beginn Bälle, Trikots und Schuhe mühsam in wochenlanger Vorbereitung zusammengesammelt werden mussten. Viele gute Spieler waren nach dem Verlust der Heimat stolz, wenigstens ihre Spielkünste behalten zu haben und vergaßen beim Vorführen ihrer Dribbelkünste oft, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, Passspiel nötig ist, um Spiele zu gewinnen.

Heute ist aus Individualisten ist ein gutes Team geworden. Turniere sind Routine und so mancher Pokal wurde schon gewonnen. Auch außerhalb des Fußballplatzes haben es die Spieler geschafft, sich ein neues Leben aufzubauen - Deutsch lernen, Schulabschluss, Ausbildung. Manche haben den Führerschein gemacht, eine Familie gegründet. Manche Spieler kommen seltener, weil Beruf, Nebenjob, Familie keine Zeit mehr lassen, jeden Samstag auf dem Platz zu stehen.

Aber es rücken jüngere Spieler nach. Neuankömmlinge, die noch keine Arbeitserlaubnis haben, kein Deutsch sprechen. Sie werden vom Fußballteam in die Mitte genommen, geduldig erklärt man ihnen die deutsche Kultur, dolmetscht für sie. Jeder der Altvorderen kann sich noch gut erinnern, wie hart die Anfangszeit in Deutschland war, wie einsam und verloren er sich fühlte.

Da auch Deutsche und Europäer mitspielen, ist das Team immer noch ein großes Durcheinander (altbayerisch Ramasuri) an Nationen, Kulturen, Religionen und Sprachen. Im Lieblingssport vereint, frei von jeglichem Rassismus – das wünscht sich die Mannschaft für die ganze Welt.

Brigitte Barthmann,
Organisatorin Ramasuri, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 09/2022, Seite 54)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2022)

10 Jahre Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn

Zeit für einen Rückblick
Sehr gut erinnere ich mich an eine Kirchenvorstandssitzung Anfang 2013, als Dekan Steinbauer mich fragte, ob ich nicht mal zu einer Sitzung des 2012 wenige Monate zuvor gegründeten Helferkreises Asyl 0ttobrunn Hohenbrunn gehen könnte, um ,,mal zu schauen, was die da so machen". lch ging - und wusste sofort, dass dies das Ehrenamt war, das ich schon eine Weile gesucht hatte.

2012 wurden der Gemeinde Ottobrunn 200 Flüchtlinge zugewiesen, die in den abbruchreifen Häusern an der Josef-Seliger-Straße untergebracht wurden. Auf lnitiative von Karl Stocker, Diakon der katholischen Gemeinde in Putzbrunn, kamen interkulturell und ökumenisch Engagierte aus den Kirchengemeinden, dem Deutsch-lslamischen Kulturverein 0ttobrunn, aus örtlichen Wohlfahrtsverbänden (Klawotte, AWO Rumpelkammer sowie der mobilen Werkstatt der Caritas), den Rathäusern der Gemeinden Ottobrunn und Hohenbrunn, Schulen, Kindertageseinrichtungen, von den Pfadfindern, der VHS Südost und viele Ehrenamtliche zusammen, die den Flüchtlingen die lntegration in Deutschland erleichtern wollten.

Jede oder jeder Geflüchtete, jede Flüchtlingsfamilie hat seitdem eine Patin oder einen Paten, der oder die im Alltag unterstützt bei

  • juristischer Beratung und Hilfe in Aufenthaltsfragen
  • der Arbeitssuche
  • der Wohnungssuche
  • Erlernen der deutschen Sprache
  • der Begleitung zu Amtern, Arzten usw.
  • Nachhilfe für Schüler
  • der 0rganisation von Schwimmkursen und anderen Sportmöglichkeiten (Fußballmannschaft Ramasuri)
  • der Ausstattung mit Notebooks und PCs

Dafür, dass auch die gesellige Seite des Lebens nicht zu kurz kommt, sorgen gemeinsame Feste, aber auch der Treffpunkt im Cafè lnternational im Jugendhaus der Michaelskirchengemeinde, einmal im Monat, samstags, das inzwischen von Geflüchteten und Ehrenamtlichen gemeinsam betrieben wird. Willkommen ist jeder, der Lust auf neue Bekanntschaften hat..

Herkunftsländer der Geflüchteten sind: Afghanistan, Syrien, lran, lrak, Pakistan, Eritrea, Nigeria, Uganda, Ukraine, Senegal, lndonesien, Myanmar.

Ulla Wolf, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

(Quelle: Gemeindeblatt Michaelskirche, Juni 2022 (2/2022), Seite 14)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juli 2022)

Wie gelingt Integration? Orte der Begegnung schaffen

Was ist wichtig, um sich an einem fremden Ort einzuleben, an den es einen durch Krieg, Gewalt, Verfolgung, Hunger verschlagen hat? Neben vielen anderem braucht es Willkommens-Stätten, in denen man „einheimische“ Menschen treffen und kennen lernen kann.

Das Café International im Haus der Evangelischen Jugend Ottobrunn, EJO, lädt monatlich Einheimische, Migranten, Geflüchtete ein. Bei schönem Wetter stehen Tische im Garten bereit, die Kinder können sich auf der großen Wiese oder auf dem Spielplatz daneben tummeln. Die nächsten Termine sind: Samstag, 15 – 17 Uhr, am 30.07., 27.08. Ort: Ottobrunn, Gartenstraße 1.

Das Café Ukraine der Kaiserstiftung Riemerling Foto: Helferkreis
Das Café Ukraine der Kaiserstiftung Riemerling lädt aus der Ukraine geflüchtete Seniorinnen und Senioren alle 14 Tage ein. Eine Dolmetscherin und ein Mitglied des Helferkreises Asyl sind dabei. Die nächsten Termine sind: Montag, 10 – 11:30 Uhr am 11.07., 25.07. Ort:  Riemerling, Rudolf-Diesel-Straße 9

Für ukrainische Mütter mit kleineren Kindern werden Mutter-/Oma-Kind-Gruppen in St. Magdalena am Freitagvormittag, 10 –  12 Uhr und bei entsprechender Nachfrage auch in St. Albertus Magnus angeboten.

Eltern mit kleineren Kindern sind auch im Familientreff der Gemeinde Ottobrunn im EJO an zwei Vormittagen in der Woche und im Elterncafé des Wichtelhauses Riemerling am Dienstagvormittag willkommen!

Die Reihe „Talk am Abend“ in der Kaiserstiftung konnte im Juni fortgesetzt werden. Zwei berufstätige Familienväter aus dem Senegal berichteten über die wirtschaftliche und politische Situation ihres Landes, kulturelle Traditionen und ihren Weg der Integration. Musikalische und kulinarische Kostproben bereicherten den Abend.

Informationen zu den Angeboten erhalten Sie unter E-Mail info@helferkreis-asyl.com

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 07/2022,  Seite 46)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2022)

Familienpatenschaften

Familienpatinnen und –paten sind eine Herzensangelegenheit des Helferkreises. Sie begleiten über einen oft längeren Zeitraum hinweg eine Familie individuell, ausgerichtet an den Bedürfnissen der Familie und daran, wieviel Zeit man selber einbringen kann.

Ostern auf dem Spielplatz
Foto: privat
Die Patin Monika Geiselbrechtinger berichtet: „Mein erster Besuch galt 2016 einer Familie mit kleinen Kindern in einer neu errichteten Containeranlage in Ottobrunn. Die Familie musste aus dem Irak fliehen, weil ihre Religionsgemeinschaft vom IS vertrieben und vernichtet wurde. In die kleinen Mädchen habe ich mich gleich verliebt! Die Mutter verließ anfangs den Container nur, wenn wir zusammen auf den Spielplatz gegangen sind. Wir verständigten uns ohne Worte; ganz langsam wuchs Vertrauen.“ Auch nachdem die Familie in eine Container-Anlage in Unterhaching verlegt wurde, radelte die Patin weiter zu Besuchen.

2019 wurden sie zurück nach Ottobrunn verlegt, endlich in eine Wohnung. Die Corona-Pandemie erschwerte die Integration der Familie am Ort. Feste zum Kennen lernen fielen aus, eine neue Arbeit für den Familienvater ließ sich nicht finden. Umso mehr freute sich die Familie über die Besuche ihrer Paten-„Oma“. „Wenn ich an der Haustür klingle, stürmen die vier Mädchen oben an die Treppe und winken mir zu“, erzählt die Patin. Die Älteste muss die erste Klasse wiederholen, zu groß waren die Corona-bedingten Rückstände. Jetzt, mit Hilfe einer zweiten Patin, die sich um die Hausaufgaben kümmert, hat das Mädchen Freude am Lernen gefunden und zeigt mit Stolz ihre Schule!

Ziel einer Patenschaft ist es, den Schützlingen zu ermöglichen, in dem für sie fremden Land selbstständig zu werden. Oft entstehen Freundschaften, die Paten werden in die Familie aufgenommen und geachtet. „Ich möchte die vier Mädchen nicht mehr missen“, so Geiselbrechtinger.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 06/2022,  Seite 56)






Gesprächsrunde für ukrainische Seniorinnen und Senioren
in der Kaiserstiftung

Seniorinnen und Senioren aus der Ukraine sind ab 25. April 2022 herzlich zu einer
regelmäßigen offenen Gesprächsrunde im Seniorentreff Kaiserstiftung eingeladen um
sich dort austauschen zu können. Begleitet werden die Treffen vom Helferkreis
Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn, der bei Fragen zu lokalen Gegebenheiten
zur Verfügung steht, sowie von einer Übersetzerin.

Wann: Jeden zweiten und vierten Montag im Monat um 10:00 — 11:30 Uhr

Wo: Seniorentreff Kaiserstiftung, Rudolf-Diesel-Str. 9, Riemerling

Anmeldung erforderlich unter kaiserstiftung@hohenbrunn.de oder 089/611012280





Flüchtlingen aus der Ukraine helfen



1. Bundesministerium des Innern und für Heimat
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine (Link)
Willkommen in Deutschland

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


ENGLISH


РУССКИЙ



2. Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge
Willkommen in Deutschland - Ласкаво просимо до Німеччини
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine und zum Aufenthalt in Deutschland

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


РУССКИЙ



3.  Auswärtiges Amt Aktuelle Situation in der Ukraine, Ausreise (Link)
4. Bayrisches Staatsministerium des Innern
Hilfen in der Ukrainekrise / Допомога в українській кризі (Link)
5. Stadt München Information zur Unterstützung Geflüchteter in München mit den für München relevanten Anlaufstellen und Regelungen (Link)
6. Diakonie München und Oberbayern
Wichtige Informationen und Kontakte für Hilfesuchende und Helfende (Link)
7. Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Ukraine-Informationen für München, Willkommen in München (Link)
8. Caritas München und Oberbayern, Flüchtlingshilfe Ukraine
Hilfe für ukrainische Flüchtlinge (Link)
9. Landratsamt München
Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis München
Інформація для громадян Україїни, які прибули з зони бойових дій до району Мюнхена (Link)
10. Ottobrunn Ukrainehilfe für Flüchtlinge und Spendenwillige (Link)
11. Lokale Information für Ottobrunn und Hohenbrunn
Bei Fragen zu lokalen Betreuungen (Ottobrunn, Hohenbrunn) wenden Sie sich bitte an: info@helferkreis-asyl.com
12. Deutsche Telekom
Kostenlose SIM-Karten für Ukraine Flüchtlinge (Link)





Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


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  09.07.2022   Gemeindejournale und "Aktuelles" aktualisiert Presse / Nachrichten
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