Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Presse / Nachrichten

Kolumne in dem Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn"


12 / 2017     Schöne Kunst günstig
Verkaufsausstellung des Kunstvereins (Seite 23)
Laptops für Flüchtlinge
Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn(Seite 33)
Für einen guten Zweck
AWO-Rumpelkammer(Seite 33)
11 / 2017     Aktuelles Stimmungsbild
Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Seite 36)
Bildung und Beruf
Landratsamt im Landkreis München:
Integrationskoordinatoren nehmen Arbeit auf (Seite 37)
10 / 2017     Einander verstehen – Kulturgrammatik für alle
vhs SüdOst: Trainerin Irene Martius gibt Kurse zur interkulturellen Kommunikation (Seite 22)
Freude über Festanstellung
Vom Flüchtling zum anerkannten Bauingenieur (Seite 23)
Schulpaten gesucht
Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Seite 24)

Artikel im "Gemeindeblatt Hohenbrunn"



12 / 2017     Flucht und Schwangerschaft
Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Seite 64)
11 / 2017     Landkreis ehrt Ehrenamtliche
u.a. zwei Jugendgruppen der Luise-Meitner-Gymnasiums (Seite 82)
10 / 2017     Jugendliche Flüchtlinge in Hohenbrunn - in Bayern angekommen ?
Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Seite 70/71)


Die vollständige Liste der Artikel im Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn" und im "Gemeindeblatt Hohenbrunn" erhalten Sie hier.


Jahresberichte des Helferkreises Asyl


2016     Jahresberichte des Helferkreises Asyl
2015     Jahresberichte des Helferkreises Asyl
2014     Jahresberichte des Helferkreises Asyl und Bericht von der Nikolausfeier mit Flüchtlingen vom Eine-Welt-Kreis
2013     Erklärung des Helferkreises Asyl, unterzeichnet von 36 Mitgliedern
2012     Schritt ins Leben: Christen aus dem Landkreis unterstützen Asylbewerber
(Südost-Kurier, 30.10.2012),   (gedruckte Version, pdf)

Weitere Information erhalten Sie von unserem Team Öffentlichkeitsarbeit (E-Mail: presse@helferkreis-asyl.com ).




8.7.2017:   4. Asylgipfel in Oberbayern

Der Veranstalter "www.asyl.bayern" organisierte in der Karmelitenkirche in München das 4. Gipfeltreffen. Eine ausführliche Information zu diesem Treffen findet man beispielsweise bei der “Politische Bildung Schwaben”


23.6.2017:   4. Länderabend - Flucht aus Afrika

so der Titel des letzten der Abende über Herkunftsländer von Flüchtlingen, die der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn gemeinsam mit der Volkshochschule SüdOst am 23. Juni im Wolf-Ferrari-Haus veranstaltet hat. Diesmal ging es um einen ganzen Kontinent, bzw. um das Beispiel von zwei afrikanischen Ländern, aus der die meisten der in Ottobrunn und Hohenbrunn lebenden Flüchtlinge stammen: Nigeria im Westen und Somalia im Osten.
Trotz des afrikanischen Klimas auch bei uns kamen viele Besucher und traditionell gekleidete Flüchtlinge ins Wolf-Ferrari-Haus. Zur Begrüßung sprachen die Bürgermeister von Ottobrunn und Neubiberg, Thomas Loderer und Günter Heyland, Christof Schulz, der Leiter der Volkshochschule, und Diakon Karl Stocker, der Leiter des Helferkreises Asyl. Bürgermeister Loderer erntete viel Beifall für seine Ankündigung, dass der diesjährige Erlös aus der Versteigerung der Fundsachen im Wolf-Ferrari-Haus dem Helferkreis gespendet werden soll.
Claudia Bernardoni, ehrenamtliche Sprecherin im Helferkreis, moderierte nach einem kurzen Überblick über die Geschichte Afrikas die Diskussion. Uche Akpulu, Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrats, stellte Nigeria vor, ein Land, dessen wirtschaftlicher Aufstieg durch den gesunkenen Ölpreis geschwächt, durch Korruption und Terror jedoch viel verheerender getroffen wird. Mohamed Ali, Kulturdolmetscher aus Somalia ,charakterisierte ein Land ohne Staatsgewalt, in dem Hungersnot herrscht und die Einwohner, v.a. auch Frauen, nirgends sicher vor Verfolgung durch Islamisten sind.
Da die Veranstaltung noch in die Fastenzeit Ramadan fiel, hatten Muslime die Möglichkeit, nach Sonnenuntergang zu beten und danach ein Gericht aus der Moschee-Küche des Münchner Forums zu genießen. Auch für die anderen Besucher gab es mit Kostproben aus der afrikanischen Küche eine kleine Stärkung. Nicht zuletzt trug die vom jährlichen Fest der Kulturen bekannte und beliebte Trommler-Band von Michael Akpaglo aus Weilheim zur guten Stimmung und zum Erfolg des Abends bei.



Einen Bericht zum zweiten "Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg (27.1.2017)" finden Sie hier.

Einen Bericht zum dritter "Länderabend - Afghanistan (31.3.2017)" finden Sie hier.



23.4.2017:   Das Fest der Kulturen 2017

Seit 2015 beteiligt sich der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn am Ottobrunner Fest der Kulturen im Wolf-Ferrari-Haus. Wir haben regelmäßig einen Stand beim Markt der Initiativen und wir sorgen für einen Beitrag von Flüchtlingen auf der Bühne.
Diesmal war unser Gast Aeham Ahmad, der Pianist aus den Trümmern von Damaskus. Als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie wurde er 1988 im Flüchtlingslager Jarmuk bei Damaskus geboren. Um die Bewohner des umkämpften Stadtviertels Angst, Hunger und Sorgen für kurze Zeit vergessen zu machen, spielte er auf einem Klavier, das er unter Lebensgefahr für seine Auftritte auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fuhr. Er musste vor den IS-Dschihadisten fliehen und kam 2015 nach Deutschland. Die zahlreichen Besucher des Fests der Kulturen begeisterte er durch sein virtuos-temperamentvolles Spiel und seine herzliche Art.
Michael Akpaglo und seine Trommler der German –African-Connection unterhielten die Besucher auf bewährte Art in der Pause und brachten vor allem Fans unter den Kindern zum Tanzen.
Der Markt der Initiativen mit unserem orientalisch einerseits und afrikanisch andererseits dekorierten Doppelstand bot wieder Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen und zum Kennenlernen von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen unterschiedlicher Initiativen aus der Region.


alle Fotos: Gunter Hahn, Ottobrunn




31.3.2017:   3. Länderabend - Afghanistan

Am 31.03.2017 fand im Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn, der dritte Abend in der Reihe über Herkunftsländer von Flüchtlingen statt, den der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn gemeinsam mit der Volkshochschule SüdOst veranstaltete. Der deutsch-afghanische Politikwissenschaftler Hamun Tanin sprach über das Land, die prekäre Sicherheitslage, Zahlen und Wege der Flüchtlinge. Der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats Dr. Stephan Dünnwald machte unter anderem deutlich, dass keiner der abgeschobenen Flüchtlinge, zu denen weiterhin Kontakt besteht, in Kabul oder anderswo eine Unterkunft gefunden hätte oder Mittel, um das eigene Leben zu fristen.
Höhepunkt des Abends waren jedoch die Beiträge der Flüchtlinge aus Ottobrunn und Umgebung. Fünf Männer und Frauen trugen selbst verfasste Texte vor und erhielten großen Beifall: Die beiden Frauen priesen Deutschland, weil hier Frauen ähnlich wie Männer Rechte besitzen. Einer der Männer beschrieb die schwere Diskriminierung von Afghanen, die als Flüchtlinge im Iran leben, ein zweiter klagte über die Hoffnungslosigkeit, unter der alle seine Landsleute wegen der Abschiebungen leiden, und der dritte beschrieb den Wunschtraum einer friedlichen Welt in einem eindrucksvollen Gedicht. Zum Abschluss gab es ein Buffet mit vielfältigen Kostproben aus der afghanischen Küche, die einige der Hausfrauen und die Auszubildenden in der Gastronomie für das Publikum zubereitet hatten.


alle Fotos: Daniela Graser, Hohenbrunn


Einen Bericht zum zweiten "Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg (27.1.2017)" finden Sie hier.

Einen Bericht zum vierten "Länderabend - Flucht aus Afrika (23.6.2017)" finden Sie hier.




19.3.2017:   Flüchtlings-Kunstprojekt „Zeige dich“ in St. Magdalena, Ottobrunn (Flyer)

Flüchtlinge malen Körperbilder und geben ihrer Identität eine künstlerische Gestalt. Die Idee zu dem Projekt hatten die Künstlerin Chris Groitl und die Kunsttherapeutin Birgit Weierer bereits 2016. Seit der ersten Ausstellung beim Fest der Kulturen im April vorigen Jahres ist die Anzahl der Selbstbilder angewachsen. Nun können die lebensgroßen Papierbilder und eine Kleiderpuppe von acht Frauen, einem Mann und drei Kindern aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Russland, Nigeria und Uganda wirkungsvoll platziert in der Kirche während der Fastenzeit bis Palmsonntag besichtigt werden.
Die Ausstellung wurde am Sonntag, 19.3.2017, mit dem Familiengottesdienst „Ecce Homo“ eröffnet. Unter dem MISEREOR-Hungertuch des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri an der Altarwand war ein symbolisches Zeremoniell der Aufnahme von schutzsuchenden Menschen aus anderen Kulturen in unsere Gesellschaft gewidmet. Flüchtlinge und ihre Paten aus dem Helferkreis versinnbildlichten das Brückenbauen. Farbige Tücher, grün, blau, gelb und golden, die Vortragende um den Körper gelegt hatten, standen für Gebete:
Die Farbe Gelb erinnert uns an reife Ähren und steht für Fruchtbarkeit. Wir beten für die Hungernden überall auf der Welt. Sende ihnen Menschen, die mit ihnen für Gerechtigkeit kämpfen; mach sie und uns bereit zur Solidarität.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Die Farbe Grün steht für das Leben. Wir beten für die Schöpfung, in der wir Menschen aller Kulturen, Hautfarben und Sprachen zu Hause sind. Lass uns unsere Verbundenheit und Verantwortung füreinander erkennen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Die Farbe Blau steht für Kraft und Ruhe. Wir beten für die Menschen die mutig, neue Wege gehen – Wege aus der Armut, Wege zu einem erfüllten, gesicherten Leben. Gib Ihnen und uns Kreativität und Geduld.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Die Farbe Gold steht für das Göttliche. Alles Leben trägt die Spuren Gottes in sich. Wir beten für die Menschen, die in unserem Land eine neue Heimat suchen. Lass uns in jedem Gast, jedem Fremden Dich erkennen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich Flüchtlinge, Zeige dich-Künstler und Einheimische zu Kaffee, Tee und Kostproben aus den Herkunftsländern.






04.03.2017 Protest gegen Asylpolitik – Sternfahrt der Asylhelferkreise zum Gruppenbild unter der Bavaria

Auf dem 3. Oberbayerischen Asylgipfel Ende Januar 2017 in Tutzing ist eine Resolution (Tutzinger Resolution) verfasst worden, die inzwischen von 230 Helferkreisen im gesamten Freistaat mitgetragen wird. Auch der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn hat sich angeschlossen. Tausende von Ehrenamtlichen, die sich nachhaltig um Flüchtlinge kümmern und sich deshalb „Experten an der Basis“ nennen, protestieren damit gegen Abschiebungen in der gegenwärtigen Situation nach Afghanistan und gegen Arbeitsverbote für Asylbewerber und Geduldete. Am Samstag, den 04.03., trafen wir uns wie die anderen Vertreter*Innen der jeweiligen Helferkreise am Ortsschild für ein Startfoto zur Sternfahrt. Wir waren sechzehn und fuhren gemeinsam mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof München. Dort kamen Ehrenamtliche und Flüchtlinge aus allen Himmelsrichtungen an. Ohne Behinderung konnte ein langer Fußgängerzug vom Holzkirchner Bahnhof bis zur Theresienwiese wandern – trotz der mitgebrachten Plakate ausdrücklich keine Demonstration, sondern ein Spaziergang zum großen Gruppenfoto unter der Bavaria. Über 120 Helferkreise und rund 1500 Ehrenamtliche und Flüchtlinge versammelten sich nach Schätzung der Abendzeitung auf der Treppe und den Hängen zu Füßen der Bavaria. Das eindrucksvolle Gruppenbild sowie die Bilder der einzelnen Helferkreise werden den Abgeordneten des Bayerischen Landtags und des Bundestags zugesandt. Das Hauptanliegen formulierte einer der Organisatoren, Jost Herrmann von Asyl im Oberland: „Wir warten auf ein Gesprächsangebot von Innenminister Herrmann oder Ministerpräsident Seehofer“. Links zu weiteren Bildern finden sie auf dem Web-Server des Organisator (www.asyl.bayern)
Bericht: Claudia Bernardoni










01.03.2017 Asylverfahren: Abschiebung zurück in die Ostukraine - trotz Arbeit als Krankenschwester und Arzt

Die Süddeutsche Zeitung und der Münchner Merkur berichten in ihren Artikeln über eine Familie aus der Ukraine, die in Riemerling wohnt und seit zwei Jahren vom Helferkreis Asyl begleitet wird.




27.01.2017: 2. Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg

„Selten habe ich den Ratssaal so voll gesehen“ meinte Bürgermeister Thomas Loderer zur Begrüßung der Gäste beim Syrien-Abend im Wolf-Ferrari-Haus. Tatsächlich waren nicht nur alle Reihen im Parterre und auf der Empore gefüllt, es gab zudem jede Menge Stehplätze, vor allem für die jüngeren Besucher. Deutsche und Syrer reagierten mit einem enormen Zuspruch auf die Einladung des Helferkreises Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn und der VHS Südost. Zu Gast waren als Redner Vice-President Michael Bauer vom Verband der Orienthelfer und das Quartett Martina Eisenreich, bei dem wiederum das syrische Trio JIRS (Brücke) zu Gast war.
Michael Bauer gab einen Überblick über die Entwicklung des Konflikts von den Forderungen nach Wohlfahrt, Sicherheit, Beteiligung und demokratische Reformen, wie sie die Exponenten des Arabischen Frühlings mit gutem Recht stellten, über die Unterdrückungsmaßnahmen des Assad-Regimes bis zum Krieg in Syrien mit seinen maßlosen Opfern. Mehr als eine halbe Million Menschen wurden getötet, über 12 Millionen befinden sich auf der Flucht, 18 Millionen Menschen in und um Syrien sind auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen. Die Organisation „Orienthelfer e.V.“ kümmert sich um die humanitäre Hilfe und leistet Unterstützung v.a. vom Libanon und von Jordanien aus. Hinzu kommen Projekte zur Bildung und Ausbildung der Jugendlichen, die keine Schulen besuchen können und denen das Schicksal droht, zur „verlorenen Generation“ zu werden.
Dieser Teil des Abends richtete sich vor allem an die deutschen Besucher – die syrischen Familien kannten Krieg und Flucht aus eigenem Erleben. Für sie, aber nicht nur für sie, sondern für alle Besucher war die Musik von Martina Eisenreich und ihrem Quartett samt Trio ein ganz besonderes Erlebnis. Die drei Musiker aus Syrien erinnerten mit Spiel und Gesang an die Heimat der Syrer, und mit einer eigenen Komposition „Warten“ rührten sie an die Sorgen der Flüchtlinge hier und heute. Riesenapplaus für die Musikgruppe von Martina Eisenreich!



Zum Ausklang des Abends wurden alle Besucher von den syrischen Familien eingeladen, Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zu probieren. An der ebenso liebevoll wie reich gedeckten Tafel konnten die deutschen Gourmets nach Vortrag und Musik eine neue Seite Syriens erfahren – bis auf den letzten Brösel wurde alles verzehrt. Die Syrer dankten dem Helferkreis Asyl und der VHS für die Aufmerksamkeit, die ihr Land an diesem Abend gefunden hat, und die Helferkreis-Mitglieder und VHS-Gäste hatten ebenso allen Anlass, uns bei den syrischen Familien zu bedanken. Eine rundum gelungene Begegnung.




Einen Bericht zum dritten "Länderabend - Afghanistan (31.3.2017)" finden Sie hier.
Einen Bericht zum vierten "Länderabend - Flucht aus Afrika (23.6.2017)" finden Sie hier.



15.12.2016: Bayerische Adventssinger beschenken Ottobrunner Flüchtlinge

Glückliche Gesichter gab es beim Helferkreis Asyl, als Margret Joswig, Kirchenmusikverantwortliche in St. Magdalena Ottobrunn, im Pfarrsaal des Ökumenischen Zentrums Putzbrunn einen Scheck über EUR 1.000,00 an Diakon Karl Stocker für den Helferkreis Asyl übergeben konnte.
Gespendet haben diesen Betrag die vielen Zuhörer beim Bayerischen Adventssingen, das im November in der Pfarrkirche von jungen Musikern der Pfarrgemeinde gestaltet wurde und die Kirche mit vielen interessierten und reichlich spendenden Gästen füllte. Dieses Benefizkonzert ist mittlerweile Tradition in Ottobrunn und lockt immer mehr Besucher zum besinnlichen Zuhören und Mitsingen in den ersten Tagen des Advents in die Kirche.
„Die vom Helferkreis betreuten Menschen sind dankbar für die materielle Unterstützung, die zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben des Helferkreises dringend nötig ist“ sagte Karl Stocker bei der Übernahme der Spende und dankte Margret Joswig ganz herzlich.
Margret Joswig sagte zu, diesen Dank an den Kinderchor, den Jugendchor und an alle weiteren Mitwirkenden beim Bayerischen Adventssingen weiter zu geben.
An der kleinen Übergabefeier nahmen auch Familien aus Afghanistan teil, die inzwischen in den Helferkreis Asyl integriert sind und dort ehrenamtlich auch als Dolmetscher mitwirken.
„ Für unsere Musikgruppen von St. Magdalena ist die Unterstützung der Flüchtlinge mit einer durch´s Musizieren erbrachten Spende eine zusätzliche Motivation und wir werden diese Tradition sicher auch in Zukunft wahren“ verkündete Margret Joswig zur Freude der anwesenden Helfer.
Margret Joswig, Karl Stocker und afghanische Helferinnen mit ihren Familien.
(Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn)




22.06.2016: Frauen aus Afrika - Alltag und Wertvorstellungen

Am 22. Juni 2016 hatte der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Fadumo Korn aus Somalia, seit 1979 in Deutschland, Autorin, Dolmetscherin und Gründerin des Vereins „NALA – Bildung statt Beschneidung“ eingeladen. Nala heißt auf Kisuaheli „Löwin“ und Fadumo Korn kämpft als „Schwester Löwenherz“ (so einer ihrer Buchtitel) für die weltweite Abschaffung von weiblicher Beschneidung, eines Rituals, das Mädchen und Frauen unter Qualen angeblich zu „reinen“, heiratsfähigen Partnerinnen für Männer einer patriarchalischen Gesellschaft macht. Zahlreiche Zuhörer/innen und Gäste, darunter Flüchtlingsfrauen aus Somalia; Eritrea und Uganda sowie Patinnen und Interessierte aus verschiedenen Helferkreisen des Landkreises München, waren nicht allein entsetzt über die Grausamkeit und die katastrophalen Folgen der Beschneidung für Frauen (Tod, Kindersterblichkeit, lebenslange Krankheiten und Behinderungen), sondern auch über die unverminderte Aktualität des 3500 Jahre alten Brauches in den meisten Ländern des afrikanischen Kontinents sowie beeindruckt von der Tatkraft Fadumo Korns und ihrer Mitarbeiterinnen. Eine wichtige Einsicht für uns war, dass beschnittene Frauen, die nach Deutschland fliehen, spezielle medizinische Bedürfnisse haben, wofür die übliche, Asylbewerbern zugestandene Gesundheitsversorgung keine angemessene Hilfe bereitstellt. (siehe auch www.nala-fgm.de)




17.04.2016: Fest der Kulturen 2016

Beim 4. Fest der Kulturen am 17. April 2016 im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn war der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn wieder einmal besonders aktiv dabei.



Wir konnten der beeindruckenden, nigerianischen Gospel-Sängerin Gladys, die hier Asyl beantragt hat, zum ersten Mal zu einem Auftritt verhelfen.



Die afrikanische Trommler-Band von Michael Akpaglo aus Weilheim hat die Besucher wiederum gut unterhalten und am Ende noch zum Tanz im Treppenhaus verlockt. Im Festsaal war das Kunstprojekt: „Zeige dich- Flüchtlinge bekennen Farbe“ mit Körperbildern, die Flüchtlinge gestaltet hatten, zu sehen.




Beim Markt der Initiativen waren wir mit unserem einerseits orientalisch, andererseits afrikanisch dekorierten Informationsstand und durch die Teilnahme von Flüchtlingen für viele Besucher ein Ort der Attraktion und Begegnung. (Alle Fotos: Gunter Hahn, Neubiberg)




März 2016: App-Projekt: Kinder auf der Flucht (Quelle)

In der App „Kinder auf der Flucht“ erzählen drei junge Flüchtlinge ihre Geschichte. Entlang ihrer Geschichten gliedern sich die zentralen Themenbereiche der App: Heimat, Flucht, Asyl, Leben und Lernen in Deutschland. Die App möchte Empathie für Flüchtlinge wecken und dabei über zentrale Fragen rund um das Thema Flüchtlinge aufklären. Sie richtet sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene.

            

Inhalte und Funktionen
  • Die drei Flüchtlingskinder Korosh, Haifa und Mohammad erzählen ihre Geschichte.
  • Handliche Fakten derart „Wusstest Du, dass…“ sollen informieren und über Vorurteile aufklären.
  • Vertiefende Texte rund um das Thema Menschenrechte bieten Hintergrundinfos.
  • Bilder des Künstlers Hubert Stadtmüller illustrieren die verschiedenen Themenbereiche.
  • Über eine interaktive Karte können die verschiedenen Fluchtrouten nachvollzogen werden.
  • Über besondere Themen, wie z.B. Kirchenasyl und Bildungsmöglichkeiten für junge Flüchtlinge, sollen Interviews mit Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern aufklären.




März 2016: Schwimmprüfung

Aus Flüchtlingskindern werden Riemerlinger Haie: Am 6. Februar liefen die beiden Winter-Schwimmkurse für Flüchtlingskinder aus, die im September begonnen hatten. Fast alle Kinder konnten erfolgreich eine Schwimmprüfung ablegen: acht Kinder schafften das Pinguin-Abzeichen, acht das Seepferdchen und sieben sogar das Hai-Abzeichen. Mit bestandenem Hai-Abzeichen dürfen die Kinder und Jugendlichen am regulären Breitensportangebot der Riemerlinger Haie teilnehmen, wo sie herzlich willkommen sind. (Mein Ottobrunn) Ausgabe 03.2016, Seite 26)



23.02.2016: Flüchtlinge in Ottobrunn und Hohenbrunn - Berichte aus dem Alltag und Diskussionsrunde mit Betroffenen

Rund 250 Flüchtlinge leben derzeit bei uns in Ottobrunn und Hohenbrunn. Doch wie leben sie hier? Woher kommen sie? Und wie sind ihre Hoffnungen und Perspektiven hier bei uns? ( Merkur, Süddeutsche Zeitung )



Februar 2016: Integration durch intensive Betreuung

Am Kathi-Weidner-Weg dürfen zehn Holzhäuser gebaut werden, in denen bis zu 320 Asylsuchende Menschen wohnen können. Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner Januar-Sitzung. ( Mein Ottobrunn, Ausgabe 02.2016, Seite 8)



01.02.2016: Alle im Blick

Die Ehrenamtlichen des Ottobrunner Helferkreises tragen die Hauptlast der Integrationsarbeit. Dabei erreichen sie oft die Grenze der Belastbarkeit - eine Supervision soll ihnen helfen, sich nicht zu übernehmen (Süddeutsche Zeitung)



15.01.2016: Wohnprojekt für Flüchtlinge am Kathi-Weidner-Weg in Ottobrunn

Flüchtlingsviertel auf Zeit – Integration ist entscheidend
Das Projekt der Gemeinde Ottobrunn, für einen Zeitraum von zehn Jahren 13 Häuser in Holzbauweise für 416 Flüchtlinge am Kathi-Weidner-Weg zu errichten, ist eine moderne Lösung. Nahe an Supermärkten und Einkaufszentrum gelegen, mit Spielplatz, guten Verkehrsverbindungen, und Erreichbarkeit von Kindergärten und Schulen. Keine zentrale Massenunterkunft, sondern ein Flüchtlingsviertel auf Zeit. Es wird jedoch auf die Integration der Flüchtlinge ankommen, sie ist der entscheidende Faktor für ein gelingendes Miteinander. Solange Flüchtlinge in überschaubarer Zahl in Ottobrunn und in den umliegenden Gemeinden aufgenommen wurden, konnten wir ehrenamtlichen Helfer die Betreuung in dezentralen Unterkünften gestützt auf die Strukturarbeit der hauptamtlichen Kräfte in den Landkreis - und Gemeinde - Verwaltungen und in den Wohlfahrtsverbänden leisten. Bei der großen Anzahl von Menschen, die zurzeit aus den verschiedensten Nationen kommen und die das Vergessen traumatischer Erfahrungen, Heilung, Sicherheit und einen Neuanfang suchen, sind Sozialbetreuer in ausreichender Zahl sowie Trauma-Berater vor Ort unbedingt erforderlich. Gemeinsam mit ihnen können wir Integrationshelfer gezielt Einzelaufgaben übernehmen, zumal hierfür Sozialräume vorgesehen sind.

Wohnen statt (Massen)-Unterkunft
Wer bisherige Asylbewerber-Unterkünfte kennt, kleine, schlecht geschnittene Wohnungen mit zu wenigen sanitären Anlagen und mangelhaften Kochgelegenheiten in renovierungsbedürftigen oder Abriss-Häusern, freut sich über die geschickte räumliche Aufteilung, die trotz der vorgeschriebenen, grenzwertigen 7m2 pro Person die größtmögliche Wohnlichkeit erzeugt. Die Einrichtung ist einfach und praktisch. Vor allem lässt sie privates Kochen der heimischen Speisen für Flüchtlinge zu, ein wesentliches Element für „Feeling at Home“.

Wer keine Flüchtlinge kennt, sieht zu leicht Gespenster
Zu der Sorge vor Flüchtlingskriminalität in der Bevölkerung können wir Helfer aus individueller Erfahrung bestätigen, was die Polizei aufgrund ihrer Ermittlungen faktisch erhärtet: Gewaltsame Auseinandersetzungen sind eher selten und spielen sich intern ab, aufgrund von Fremdheit – auch unter Flüchtlingen –zwischen unterschiedlichen Nationen und Kulturen, wegen übergroßer Enge und mangelnder Privatsphäre. In der geplanten Siedlung wird ein 24 Stunden anwesender Security Service für größtmögliche Sicherheit sorgen. Wir Helfer – in der Mehrheit Frauen– sind nicht nur in Familien, sondern auch in „Männerunterkünften“ willkommen und können als Vermittlerinnen wirken. Integration ist eine beidseitige Aufgabe. Von den Neuankömmlingen erwarten wir, dass sie sich in das gesellschaftliche Leben einfügen und unsere Werte achten. Wenn die Bürgerinnen und Bürgern von Ottobrunn offen und entgegenkommend sind, werden Vorurteile und Ängste schwinden und unsere Gemeinde wird von der Vielfalt profitieren.

Für den Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn
Diakon Karl Stocker (Leiter)
Claudia Bernardoni und Heidi Maurer (Ehrenamtliche Sprecherinnen)




alte Einträge (Archiv, 2012-2015)

© 2017 Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Bildnachweis         Impressum