Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


1. Gesamtbayerischer Asylgipfel am 3.10.2018 in München

Am 3.Oktober fand der 1. Gesamtbayerischer Asylgipfel der Helferkreise in München in der Benediktinerabtei St. Bonifaz in der Karlstraße 34 statt. Auf dem Asylgipfel wurden diese Handlungsempfehlungen an die neue Bayerische Staatsregierung erarbeitet.
Weitere Information (Programm, Berichte in der Presse) finden Sie hier Information zu den Vernetzungstreffen der Helfer- und Unterstützerkreise in Oberbayern finden Sie hier.





Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam: solide Erklärungen der Islamwissenschaft


Eine Vortragsreihe für die breite Bevölkerung: Christen, Atheisten, Buddhisten, Juden, Muslime usw., Handwerker und Akademiker, Bayern und Zugereiste, Schüler und Lehrer.

In Europa glauben heute fast alle, dass ...

...    die Muslime grundsätzlich das Bekenntnis "Es gibt keinen Gott ausser Gott und Mohammed ist sein Prophet" teilen.
...    der Koran der Bibel sehr ähnlich ist.
...    die heutigen Araber aus der Arabischen Halbinsel stammen.
...    der Islam mit Gewalt (oder: mit Mission) verbreitet worden ist.
...    Islamisten besonders gewaltbereit sind.
...    Schleier in der Islamischen Welt nur von Frauen getragen werden.
...    der "Islamische Staat" als religiöse Bewegung entstanden ist.

Aber: alle diese Aussagen sind falsch! Von der Wissenschaft wurden sie nie ernsthaft vertreten: unsere Studierenden lernen das im ersten Studienjahr! Solche weit verbreiteten, aber ganz unsinnigen Grundannahmen führen dazu, dass wir der Islamischen Welt heute meist entweder übertrieben freundlich oder übertrieben unfreundlich entgegentreten. Dabei hat die Islamwissenschaft zu diesen (und vielen anderen) Fragen ein ganz unstrittiges, solides und leicht zugängliches Wissen!

Mit unserer Vortragsreihe wollen wir dazu beitragen, die Islamische Welt so nüchtern zu betrachten und zu bewerten, wie wir dies mit anderen Weltgegenden schon lange tun.

Basiswissen Islam 2018 (14-19):

Die Vorträge finden dienstags um 19:15 Uhr im Hörsaal B201 des Hauptgebäudes der LMU statt;

23.10.2018       Basiswissen Islam 14 - Ramadan und andere islamische Feste: ein Überblick
Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München)

Nach einigen einleitenden Gedanken zur dritten Staffel der Vortragsreihe konzentrieren wir uns auf den Ramadan, den ganz besonderen Monat der Selbstbeschränkung und der Gemeinschaft.
30.10.2018 Basiswissen Islam 15 - Das islamische Grundgebot der solidarischen Mildtätigkeit und seine politischen, sozialen und ökonomischen Verwendungen
Prof. Dr. Christoph Neumann (LMU München)

Eines der fünf Grundgebote des Islam ist die milde Gabe, zakat. Sie ist die Wurzel verschiedener Steuern, die in islamischen Gemeinwesen erhoben werden.
06.11.2018 Basiswissen Islam 16 - Das Bekenntnis zum einen und einzigen Gott
Prof. emer. Dr. Peter Antes (Universität Hannover)

Die öffentliche Diskussion in Deutschland vermittelt nicht selten den Eindruck, als handele es sich beim Islam um eine völlig andere Kultur, die nichts mit der jüdisch-christlichen zu tun habe. Die Muslime sehen dies ganz anders. Für sie ist der Koran die Fortführung und Vollendung der biblischen Offenbarung.
13.11.2018 Basiswissen Islam 17 - Die islamische Pilgerfahrt als äußere und innere Rückkehrreise
Dr. Sabrina Sohbi (LMU München)

Der Muslim ist verpflichtet fünf Mal am Tag das rituelle Gebet zu verrichten. Dabei wendet er sich immer nach Mekka, das Ziel der Pilgerreise, die er einmal in seinem Leben durchführen sollte.
Der Dschihad, die Anstrengung auf dem Weg Gottes, wird von manchen Interpreten als die sechste Säule des Islam bezeichnet. In diesem Vortrag werden wir sowohl der Entwicklung des Konzepts und seinen praktischen Anwendungen in der Vormoderne nachgehen als auch dessen Bedeutung in der Moderne ausleuchten.
20.11.2018 Basiswissen Islam 18 - Dschihad: Heiliger Krieg oder Mittel, die Welt vom Übel zu befreien ?
Dr. Bettina Gräf (LMU München)

Der Dschihad, die Anstrengung auf dem Weg Gottes, wird von manchen Interpreten als die sechste Säule des Islam bezeichnet. In diesem Vortrag werden wir sowohl der Entwicklung des Konzepts und seinen praktischen Anwendungen in der Vormoderne nachgehen als auch dessen Bedeutung in der Moderne ausleuchten.
27.11.2018 Basiswissen Islam 19 - Gott und andere jenseitige Adressaten: Beten als Sprechen zum Jenseits
Dr. Urs Gösken (Universität Zürich)

Beten kann als eine besondere Form des Sprechens angesehen werden. Eine bedeutende Besonderheit ist, dass es sich beim Gegenüber dieses Sprechens um Gott handelt. Im Islam kommt dem Beten als Form der Kommunikation von Mensch zu Gott vielleicht noch eine erhöhte Bedeutung dadurch zu, dass auch der Gottesdienst nicht wie im Christentum in einer Messe, sondern eigentlich auch nur in Gebet besteht.

Organisation: LMU München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten, Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft und Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München



September 2018:   Über‘n Tellerrand geschaut mit afghanischem Menü


Roqaya und Nadja, zwei Frauen, die mit ihren Familien seit mehreren Jahren hier leben, Roqaya mit Ehemann Ali, einer fünfjährigen Tochter und einem vierjährigen Sohn; Nadja mit Ehemann Mohammad, einer 12jährigen Tochter und einem 10jährigen Sohn, wollten sich schon lange bei allen, die ihnen in Ottobrunn und Umgebung geholfen haben, bedanken. Die Patin beider Familien aus dem Helferkreis Asyl und erprobte Organisatorin bei den verschiedensten Gelegenheiten, schlug ihnen vor, im Rahmen des Helferkreis-Projekts Über’n Tellerrand ein afghanisches Menü auszurichten und Unterstützer/innen; Freunde und Nachbarn einzuladen. Aber zunächst mussten beide noch die Prüfung Deutsch B 2 ablegen und die dringendsten Probleme der Integration wie Kindegarten und Schulbesuch der Kinder regeln, oder gar wie Nadja stundenweise einer Berufstätigkeit nachgehen. Ende Juni 2018 war es soweit: Man einigte sich über Vorlieben und Gerichte und beide Frauen kauften in München bei einschlägigen Geschäften ein: Fleisch und Gemüse beim Türken, Reis, Gewürze, Mandeln und Zutaten für die Süßspeisen in einem afghanischen Geschäft.

Im Pfarrsaal von St. Magdalena waren die Tische sommerlich festlich in hellem Grün gedeckt. Das Essen stand in großen chafing dishes auf den Buffettischen, professionell warm gehalten und sorgfältig in Vorspeisen, Hauptgericht und Nachspeise getrennt. Die Gäste, mehrere Helferkreismitglieder mit ihren jeweiligen Partnern, der Arbeitgeber des Bürojobs von Nadja, die Leiterin der Klawotte Kinder & kreativ, für die Nadja und Roqaya im vorigen Winter phantasievolle Taschen aus gespendeten Stoffresten genäht hatten, sowie Schulfreundin Helena von Roqayas Tochter Zahra mit ihren Eltern.

Die Gäste saßen wie im Restaurant an Tischen zusammen, unterhielten sich und holten sich die Leckerbissen vom Buffet: Als Vorspeise gab es Avocado-Salat, dann einen afghanischen Salat mit rohem Gemüse, ein Chutney und Mantoo (Teigtaschen mit frischem Korianderblättern, roten Linsen und Joghurt). Als Hauptgericht gab es unter anderem zum nacheinander Kosten oder kräftig Zulangen: Kabuli pilau (Reis mit Rosinen, Pistazien, Lammfleisch und Karotten); Zereshke polo (Reis auf iranische Art mit Safran und bei uns ungebräuchlichen, süß-sauren Beerenfrüchten) und Kotlet (Lammkotlette mit gebratenen Kartoffeln). Wer nach diesem reichhaltigen Menü schon streikte, war selbst schuld, denn die Wassermelone zum Nachtisch war bei der Wärme erfrischend und Ghatab (Teigtaschen mit Pistazien und Mandeln) und Goshe FU (Blätterteiggebäck) stellten einen runden Abschluss dar. Ein gelungener Abend für Gäste und Gastgeber.

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August 2018:   Fünf Jahre Spielervereinigung Ramasuri


2013 gab es in Ottobrunn ein Fußballturnier für Flüchtlinge. Es mangelte an allem: am Equipment, an Sprachkenntnissen, an Erfahrung. Mit viel Mut gelang es, den Flüchtlingen eine Abwechslung vom grauen Alltag zu verschaffen. Aus diesem Turnier ist eine Spielervereinigung namens Ramasuri entstanden, die in diesem Sommer ihr fünfjähriges Bestehen feiert.

Ramasuri bedeutet auf bayerisch Durcheinander und beruht auf den vielen Herkunftsländern unserer Spieler: Afghanistan, Eritrea, Mali, Nigeria, Senegal, Somalia, Südafrika, Syrien und auch immer wieder deutsche Spieler.

Mittlerweile haben wir so etwas wie Tradition aufgebaut: Fast jeden Samstag Training, Teilnahme an ein paar Turnieren, ein Trainingslager im August und die Weihnachtsfeier.

Die Spieler sind zwischen 18 und 30 Jahren alt, alleinstehend. Die Männer und jungen Burschen sind mir, der Trainerin, stets mit Respekt begegnet, so wie auch ich ihnen respektvoll gegenüberstehe.

So habe ich in den Jahren unseres Zusammenseins an ihrem Leben teilnehmen dürfen. Ich habe erlebt, wie diese jungen Menschen, die erschöpft, ängstlich und traumatisiert hier angekommen sind, sich wieder aufgerappelt haben. Die deutsche Sprache gelernt haben, den Schulbesuch genossen haben („zu Hause musste ich die Schule verlassen, als ich schreiben gelernt hatte“). Ich habe gesehen, wie sie sich mittels Praktikumsplätzen für Berufe entschieden haben, die ihnen bis dato völlig unbekannt waren. Ich habe auch schon feiern dürfen, dass Ausbildungen abgeschlossen, die Zulassung für die FOS erreicht wurde.

Ich habe beobachtet, wie aus Jungen Männer wurden, wie sie in ihre Heimatsprachen deutsche Wörter wie Meinungsfreiheit importierten, diese Freiheit auch zu schätzen lernten. Wie sie über unterschiedliche Religionen philosophierten und über die Rolle der Frau in Deutschland nachdachten („die deutschen Frauen müssen viel mehr arbeiten als unsere zu Hause“). Wie sie sich über die Entdeckung freuten, dass man auch bei uns das Damespiel kennt. Wie sie vieles aus unserer Kultur annahmen, vieles aus ihrer eigenen zu hinterfragen begannen. So wie auch ich in diesen fünf Jahren gelernt habe, manche meiner Denkweisen als Vorurteil zu erkennen.

Wir sind in den Jahren aneinander gewachsen, haben gelernt über den Tellerrand zu schauen, Toleranz zu üben und uns in einer neuen Welt zu bewegen: die Männer in der deutschen Sprache und Kultur und ich in der Fußballwelt. Es war nicht immer einfach, die verschiedenen Sprachen, Kulturen, Religionen, Gewohnheiten und Erfahrungen unter einen Hut zu bringen. Aber wir haben es geschafft!

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn





Deutsch als Fremdsprache / Integrationskurse


Die Volkshochschule SüdOst im Landkreis München bietet immer wieder viele Kurse zum Thema Integration (einschließlich "Deutsch als Fremdsprache" und "Integrationskurse") an.


Café International


Café International, Ort der Verständigung und Begegnung
Flüchtlinge,Migranten, Einheimische treffen sich im Café International
Ort:     EJO - Haus der ev. Jugend Ottobrunn
Gartenstr. 1, 85521 Ottobrunn
    (parallel zur Rosenheimer Landstraße,
zwischen Jahnstraße und Putzbrunnerstraße)
Termin:    Samstags, 15 - 17 Uhr
        15.09.2018
        13.10.2018
        10.11.2018

Ansprechpartnerin: Ulla Wolf, ev Michaelskirchengemeinde Ottobrunn
Tel.: 0160 966 025 74 (UllaWolf@gmail.com)
Veranstalter: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


  06.11.2018   Änderungen bei "Treffen" Organisatorisches
  29.10.2018   Gemeindejournale aktualisiert Presse / Nachrichten
  13.09.2018   "Über‘n Tellerrand geschaut mit afghanischem Menü" und " Fünf Jahre Spielervereinigung Ramasuri" Presse / Nachrichten
   ständig      Änderungen bei den aktuellen Fortbildungsveranstaltungen Fortbildungen und Veranstaltungen
   ständig      Änderungen bei den "Nächste Themenschwerpunkten" Organisatorisches




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